Montagsinterview: Die Dorfrocker aus Franken heizen in der Kreuzberghalle ein

Leben ohne Sex hält jung

Gute Laune: Markus, Tobias und Philipp Thomann sind die Dorfrocker. Sie treten am Freitag, 5. April, in der Philippsthaler Kreuzberghalle auf und versprechen beste Unterhaltung. Foto: nh

Philippsthal. Die aus Funk und Fernsehen bekannten Dorfrocker – die Brüder Tobias, Markus und Philipp Thomann aus dem unterfränkischen Kirchaich – treten am Freitag, 5. April, ab 20.30 Uhr in der Philippsthaler Kreuzberghalle auf. Wir haben dazu im Vorfeld ein Gespräch mit Dorfrocker Markus geführt.

Auf Fotos seht Ihr drei weniger wie Rocker, sondern eher wie Milchbubis aus ...

Markus: Wir haben uns gut gehalten. Das liegt daran, dass wir weder Bier trinken, noch Sex haben. Von daher sehen wir zehn Jahre jünger aus als wir sind. Wir sind in echt 24, 30 und 34.

Mit welchem Lied hattet Ihr Euren Durchbruch?

Markus: Das war im Jahr 2008 mit „Und ab geht die Lutzi“. Das war beim Grand-Prix der Volksmusik. Da waren wir der beste deutsche Beitrag. Insgesamt Platz vier in der Schweiz damals.

Ihr Franken bekommt doch schon Heimweh, wenn Ihr den Kirchturm nicht mehr seht. Wie ist das so, wenn Ihr hinaus in die weite Welt zieht?

Markus: Kirchtürme gibt es überall. Wir waren schon in St. Louis in den USA zum Oktoberfest. Und da war unser Hotel direkt neben einer Kirche. Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir nur in Orten mit Kirchturm spielen. Wir sind zwar alle katholisch, waren auch alle Oberministranten, aber dennoch spielen wir überall. Wir sind aber sehr heimatverbundene Menschen, das stimmt. Wir freuen uns, dass wir aus Franken sind. Aber auch sonst in Deutschland gibt es viele schöne Regionen.

Was ist der Grund für Euren Erfolg?

Markus: Wir sind beständig und ausdauernd bei der Sache. Wir machen alle drei schon von Kindesbeinen an Musik. Zum einen beherrschen wir unsere Instrumente und zum anderen sind wir, was eigene Lieder betrifft, immer am arbeiten. Wir bringen in schöner Regelmäßigkeit neue Lieder heraus und hatten dadurch bereits 80 Fernsehauftritte in den vergangenen fünf Jahren. Alleine bei Silbereisens großer Samstagabendshow waren wir schon zehnmal. Wir spielen crossover und vermischen E-Gitarre mit Akkordeon, was sowohl im Fernsehgarten als auch bei den RTL Après Ski Hits sehr gut funktioniert.

Schafft es der Franke auch ohne „Fremdworte“ und akzentfrei zu singen, sodass er auch in Osthessen verstanden wird?

Markus: Wir waren alle auf dem Gymnasium und können auch deutsch sprechen. Von daher hat uns bisher auch der tiefste Südtiroler verstanden.

Was erwartet denn die Fans in Philippsthal?

Markus: Ein stimmungsvolles Programm für sämtliche Generationen, mit den Hits der Dorfrocker. Aktuell ist Dorfkind der oberste Hit. Das ist eine musikalische Abstammungsurkunde und passt auch ideal nach Philippsthal, weil das ja auch ländlich geprägt ist. Das ist ein Lied für die Menschen vom Land, wo die Vorteile des Landlebens rausgearbeitet werden.

Wieviele Auftritte im Jahr absolviert Ihr?

Markus: Etwa 120 Liveauftritte mit Band im Jahr. In diesem Jahr sind es so 150, weil wir mit Silbereisen, Heino und anderen Künstlern auf großer Deutschland-Tour sind.

... mit Heino? Was hat man sich da vorzustellen?

Markus: Einige der Lieder, die Heino covert, die haben wir vor zehn Jahren auch schon nachgespielt und sind damit groß geworden. Der Heino findet mittlerweile auch sehr viel Anklang bei jungen Leuten und von daher können wir uns damit anfreunden. Wir finden das schon ganz cool und gut was er da macht. Persönlich ist er übrigens auch ganz nett. Wir haben schon viele Gespräche mit ihm geführt und auch schon einiges an der Bar zusammen getrunken.

Warum bringt Ihr Heino nicht mit nach Philippsthal?

Markus: Das haben wir noch gar nicht angesprochen. Ich glaube aber, er wird froh sein, wenn er zwischen der Silbereisen-Tour mal ein paar Tage frei hat.

Von Mario Reymond

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