Jugendliche informierten in der Bad Hersfelder Fußgängerzone über Tierschutz

Das Leben ist kein Ponyhof

Aktiv für den Tierschutz: Vertreter der Stadtjugendpflege, des Tierschutzvereins Bad Hersfeld, des Tierheims für den Landkreis und Schulsozialarbeiterin Ursula Schröter mit der AG „Wir helfen im Tierheim“ informierten am Lullusbrunnen. Foto: Wedekind

Bad Hersfeld. Tierisch auf Zack sind die zwischen 11 und 16 Jahre alten Jungs und Mädchen der Stadtjugendpflege sowie Schulsozialarbeiterin Ursula Schröter mit der AG „Wir helfen im Tierheim“.

Sie haben am Dienstag gemeinsam mit Vertretern des Tierschutzvereins und des Tierheims in Bad Hersfeld in der Fußgängerzone über Tierschutz, ihre Erfolge und Ziele berichtet. Sowohl junge Fohlen, die geschlachtet werden, als auch die Bewohner des Tierheimes waren Thema. Die Hauptintention war es, möglichst viele Menschen auf die Problematik aufmerksam zu machen. Darüber hinaus wurden rund 290 Euro Spenden gesammelt, die nun Tieren zu Gute kommen sollen.

Durch eine ähnliche Aktion, mit Ponyreiten in der Fußgängerzone, war es der Reitgruppe der Stadtjugendpflege im vergangenen Jahr möglich gewesen, nach Österreich zu fahren und dort ein Fohlen zu retten, die inzwischen ein Jahr und sechs Monate alte Gina.

Kostenlose Reitstunden

Die Reitgruppe besteht seit vier Jahren und wird von der Stadtjugendpflege finanziert. Denn nicht jeder kann sich Reitstunden oder gar ein eigenes Pferd leisten. Diese Institution ermöglicht es acht Mädchen kostenlose Reitstunden zu nehmen. Die Anzahl ist begrenzt, da es nur acht Plätze im Bus zum Ponyhof gibt.

Die AG „Wir helfen im Tierheim“, trifft sich jeden Dienstag um 15.30 Uhr am Jugendhaus in der Dippelstraße, um zum Tierheim zu fahren. Es gäbe Katzenschmuser und Hundeliebhaber, erzählten die Jungen und Mädchen am Infostand. Da ein Großteil der Besucher mit Hunden spazieren ginge und dies erst ab 18 Jahren alleine möglich sei, konzentrieren sich die meisten Jugendlichen eher auf die Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen.

Auch Aufgaben wie das Säubern und Kämmen der tierischen Bewohner übernehmen die jungen Helfer und freuen sich dabei über Unterstützung von jedem, der über zwölf Jahre alt und somit in der Lage ist, die Verantwortung für ein Tier zu übernehemen sei.

Eine vorherige Anmeldungen ist jedoch laut der Stadtjugendpflege für beide Gruppen auf Grund der begrenzten Fahrplätze erforderlich.

Durch Aktionen wie die in der Fußgängerzone soll den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, von ihren Erfahrungen zu berichten und andere zum Helfen zu motivieren, damit zukünftig noch mehr Menschen Spaß mit den Tieren haben. Aber nicht nur den Tieren werde geholfen, auch die Jugendlichen lernen Verantwortung zu übernehmen, sich für ihre Überzeugungen einzusetzen und ihre Ziele zu erreichen. Weitere Veranstaltungen der Gruppen:

• Donnerstag, 8. Oktober, ab 19 Uhr Lichtbildervortrag in der Begegnungsstätte im Helfersgrund, Eisenacherstraße 1.

• Freitag, 30. Oktober, ab 10 Uhr Herbstfeier ein „Tag auf dem Ponyhof mit Übernachtung“ in Buchenau.

Von Leonie Wedekind

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