Sabine Kampmann gab ein Benefizkonzert zugunsten des Interkulturellen Zentrums

Leben in Frieden und Freiheit

Ein Benefizkonzert zugunsten des Interkulturellen Zentrums (IkuZ) gab Sabine Kampmann in der Mätthäuskirche in Bad Hersfeld. Foto: IkuZ

Bad Hersfeld. Mit einem guten Gefühl von Gemeinschaft und Hoffnung im Herzen entließ Sabine Kampmann die Besucher ihres Benefizkonzertes in der Matthäuskirche in den Abend.

Zugunsten des Interkulturellen Zentrums in Bad Hersfeld, insbesondere für die Arbeit der Kleiderkammer, sang die Künstlerin Gospels, Spirituals und Chansons, trug Gedichte von Mascha Kaléko, Rose Ausländer und Hilde Domin vor und erzählte die Geschichten zu einigen ihrer Bilder, die sie im Chorraum ausgestellt hatte.

Da ist zum Beispiel ein Bild, zu dem Sabine Kampmann beim Besuch des Holocaust-Mahnmals in Berlin angeregt wurde. Inmitten von Kreuzen und Steinblöcken hat sie ein kleines Porträt eines jungen Mädchens eingearbeitet, das von den Nationalsozialisten ermordet wurde.

Flucht und Vertreibung, Not und Gewalt thematisiert die Künstlerin in ihren Liedern und macht damit deutlich, dass immer schon Menschen auf der Flucht waren und ein besseres Leben in Sicherheit suchten.

Ort der Begegnung

Dem Interkulturellen Zentrum in Bad Hersfeld, das für Migranten und Einheimische eine Anlaufstelle und ein Ort der Begegnung ist, fühlt sich Sabine Kampmann seit vielen Jahren verbunden, und so bot sie an, dessen Arbeit zu unterstützen. Rund 800 Euro kamen an diesem Abend zusammen. Damit soll vor allem die Arbeit der Kleiderkammer unterstützt werden. Immer wieder werde Geld benötigt, um Dinge anzuschaffen, die nicht aus Spenden weitergegeben werden könnten, Unterwäsche, zum Beispiel, erklärte Peter Claus vom IkuZ.

Mit dem gemeinsam gesungenen „We shall overcome“ (Wir schaffen das und wir werden alle gemeinsam in Frieden leben), einem duftenden Gruß aus edlem Salbungsöl und dem Gefühl, dass Menschen zusammen viel erreichen können, wenn sie nur wollen, endete ein stimmungsvoller, nachdenklich und fröhlich stimmender Abend.

Von Christine Zacharias

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