Vier Rockbands heizten den Fans beim Leckfest im Bad Hersfelder Jugendhaus ein

Lautstark und druckvoll

In voller Aktion: Jens „Kutte“ Koch (Bildmitte), der Sänger und Frontmann der „NoNotes“, feuert das Publikum im Bad Hersfelder Jugendhaus an. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Ein echtes handgemachtes, regionales Livemusikfestival von Fans für Fans der „Stromgitarrenkultur“ findet seit nunmehr fünf Jahren jährlich unter dem Synonym „Leckfest“ im Bad Hersfelder Jugendhaus statt.

Dieses Jahr gab es für geldbeutelschonende sechs Euro Eintritt gleich vier tolle Rockformationen zu sehen und zu hören.

Das „Kultfestival“ startete mit der Würzburger Hardrockband „El Hanka“. Die Band besteht auch aus mehreren „Exil-Waldhessen“ die die Chance gerne wahrnahmen, in ihrer heimischen Region vor altbekannten Gesichtern zu rocken.

Regionales Comeback

Auch die zweite Band des Abends war ein regionales Comeback. „Fly’s Motel“ aus Rotenburg haben sich selbst musikalisch reaktiviert. Bis Mitte der Neunziger Jahre waren „Fly’s Motel“ mit feinstem Alternative Rock auf Waldhessens Bühnen zu sehen. Sie haben ihren Sound zeitgemäß aufpoliert und zeigten sich mit runderneuerter Mannschaft lauter und stärker als jemals zuvor.

Ein Leckfest ohne „The NoNotes“ ist kein Leckfest. Um die waldhessischen Kult-Rock’n’Roller ist es in diesem Jahr sehr still geworden. Aber sie haben sich am Samstagabend lautstark und druckvoll zurückgemeldet. Mit neuer Rhythmusfraktion spielten sie eine Stunde unter Volldampf Rockklassiker und Metalhymnen und brachten wie erwartet den vollen Saal sehr schnell zum Kochen.

Headbangers’ Ball

Krönender Abschluss der Veranstaltung war danach der Auftritt der Slayer-Coverband „Slayensemble“. Slayer sind die Könige des Trash-Metal. Und „Slayensemble“ verstehen ebenfalls ihr Handwerk. Mit der gleichen Live-Power wie die Originale kreierten die vier Musiker einen „Headbangers’ Ball“ vom Feinsten.

„South of Heaven“, „The Antichrist“, „Season in the Abyss“, „Raining Blood“, die Setliste von „Slayensemble“ war voll von Heavy-Metal-Hymnen der kalifornischen Kult-Trasher. Für das Publikum hieß das: „Headbangen bis der Arzt kommt“.

Viel Engagement

Ein dickes Lob gebührt den Veranstaltern und Helfern des Leckfests. Sie haben es mit viel Eigenengagement erneut geschafft, ein Klasse Rockfest für wenig Eintrittsgeld auf die Beine zu stellen. Respekt!

Von Werner Rödiger

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