„The Very Best of Black Gospel“ begeisterten in der ausverkauften Stadthalle

Laut Mitsingen erwünscht

Der Funke sprang sofort über beim Gospelkonzert in der Stadthalle. Persönliche Kontakte zwischen Künstlern und Publikum steigerten die Begeisterung noch. Foto:  Schmidl

Bad Hersfeld. „Gospel ist viel Spaß und glücklich Musik“, ermunterte Gregory M. Kelly in einer charmanten Mischung aus deutscher und englischer Sprache und verdeutlichte mit Gesten, was die Zuhörer während des Konzertes unterlassen sollten: Die Arme vor der Brust verschränken, auf die Uhr schauen oder vor Langeweile gähnen.

Seit Jahren ist der Mitbegründer und musikalische Kopf mit seinem Ensemble „The Very Best of Black Gospel“ regelmäßig auf Europa-Tournee und auch in verschiedenen TV-Sendern präsent, um die Botschaft von der guten Nachricht in die Welt hinauszutragen.

Spirituelles Erlebnis

Die Idee dahinter, Gospelmusik nicht als überzogene Show, sondern als vorrangig musikalisches und spirituelles Erlebnis in die Kirchen und Konzerthäuser zu bringen, überzeugte die Bad Hersfelder Gospelliebhaber beim Gastspiel am Dienstag in der Stadthalle voll und ganz. Während im letzten Jahr das Konzert nur schwach besucht war und der Funke nicht so richtig überspringen wollte, konnten sich die vier Sängerinnen, zwei Sänger und drei Musiker über ein volles Haus freuen und ein Publikum, das sich von der Auswahl der besten Gospelsänger aus den bekanntesten Gospelchören der Welt mitreißen ließ.

„Helfen sie uns, den Herrn zu preisen, indem sie in die Hände klatschen“, forderte Gregory M. Kelly das Publikum auf, das sich nicht lange bitten ließ. „Glory, glory Hallelujah“, „Down by the Riverside“ und „Let my people go“ gehörten zu den Liedern, bei denen auch lautstarkes Mitsingen ausdrücklich erwünscht war. Auch dieser Wunsch wurde erfüllt, so dass der beeindruckend voluminöse Gesang der Profis durch einen vielstimmigen Begleitchor ergänzt wurde.

Andachtsvolle Stille hingegen erfüllte die Stadthalle bei „Amazing Grace“ und „Swing low sweet Chariot“ bei denen die Ensemblemitglieder als Solisten mit gewaltigem Stimmumfang begeisterten. Die meisten Besucher hielt es nicht mehr auf den Stühlen, sie stampften im Rhythmus und schwenkten die Arme in der Luft.

Sie ließen sich von der Energie und Lebensfreude und des Chores anstecken. Noch vor der Zugabe „Oh happy Day“ setzte leider eine Völkerwanderung zur Garderobe ein, aber alle, die von der Botschaft erreicht wurden, dankten mit minutenlangen stehenden Ovationen für dieses unvergleichliche Konzerterlebnis.

Mit dem Versprechen, im nächsten Jahr wieder zu kommen und bei Bedarf auch einen Gospelworkshop in Bad Hersfeld auszurichten, verabschiedete sich Gregory M. Kelly und erfüllte anschließend mit seinem Chor noch viele Autogrammwünsche.

Von Gudrun Schmidl

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