Kreis vermittelt erfolgreich - Spitzenplatz in Hessen

Langzeitarbeitslose: So wenige wie noch nie

Hersfeld-Rotenburg. Einen Spitzenwert unter den hessischen Landkreisen hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg 2010 erreicht: Die Zahl der Familien oder Lebenspartnerschaften, die auf Hartz IV angewiesen sind, sogenannte Bedarfsgemeinschaften, wurde im Vergleich zum Jahr 2009 um 16 Prozent reduziert. Der Durchschnitt der hessischen Kreise liegt bei einem Abbau von nur gut drei Prozent, erklärt die Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Elke Künholz sichtlich stolz.

„Zur Beurteilung der Qualität unserer Arbeit ist besonders die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen wichtig, da diese im Gegensatz zur Arbeitslosenzahl nicht durch schlichte Anmeldung zu Maßnahmen manipulierbar ist“, erläutert Künholz. Auch hier nehme die „Kommunale Vermittlung in Arbeit, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“ (KViA) den absoluten Spitzenplatz in Hessen ein. Liegt der Hessen-Durchschnitt bei einer Reduzierung von 4,3 Prozent, kann Hersfeld-Rotenburg fast 18 Prozent verzeichnen.

4303 erwerbsfähige Langzeitarbeitslose waren im Dezember 2010 noch auf der Suche nach Ausbildung oder Arbeit, 1097 Menschen weniger als nach dem ersten Quartal 2010, als die Zahl auf 5400 angestiegen war.

Wesentlichen Anteil an diesem Erfolg, ebenso wie an der niedrigen allgemeinen Arbeitslosenquote, hat die Logistik-Branche, speziell die Firma Amazon: 28 Prozent aller Vermittlungen gab es in diesem Bereich.

Im Vorfeld hatten Amazon und der Kreis laut Künholz vereinbart, dass jeder Fallmanager pro Woche eine Person zu einem Test an den Internethändler vermittelt. Stellte sich der Bedarf einer Nachqualifizierung heraus, wurden die Mitarbeiter erst einmal vom Kreis geschult. Offensichtlich mit Erfolg, denn es habe zwar nach dem Weihnachtsgeschäft einen gewissen Rücklauf gegeben, „aber viele sind auch geblieben“, freut sich Uwe Brall, Leiter des Zentralen Fachbereichsservice. SEITE 2 /Zum Tage

Von Christine Zacharias

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