Patienten bekommen schon bei der Aufnahme Sicherheits-Tipps

Langfinger haben es in Kliniken schwer

Hersfeld-Rotenburg. Langfinger gehören zu den ungeliebten Besuchern in Klinken des Kreises Hersfeld-Rotenburg. Immer mal wieder kommt es vor, dass Patienten bestohlen werden. In den Krankenhäusern steuert man gegen.

„In jedem Patientenschrank gibt es einen Safe“, berichtet Stefan Wild, Verwaltungsleiter im Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ). Größere Geldbeträge und Wertsachen könnten die Patienten aber auch im Safe der Buchhaltung deponieren, erklärt er weiter. Wer ins HKZ muss, werde schon vorab darauf hingewiesen, Wertsachen möglichst zu Hause zu lassen. Im übrigen kämen Diebstähle nur ganz selten vor. Häufiger passiere es allerdings, dass Patienten Dinge verlegten.

Diese Beobachtung hat auch Martin Ködding, Geschäftsführer des Klinikums Bad Hersfeld gemacht. Wenn Patienten Dinge verlegt oder doch zu Hause vergessen hätten, vermuteten einige in der Ausnahmesituation Krankenhaus Diebstahl. Tatsächlich komme die Straftat kaum vor.

Seit die Klinik videoüberwacht werde, sei die Zahl der Diebstähle noch einmal zurückgegangen. Jeder Patient werde zudem bei der Aufnahme darüber informiert, wo er seine Wertsachen deponieren könne. Jeder verfüge über einen kleinen Tresor oder kann größere Summen abgeben. Das Hab und Gut von Unfallpatienten werde sicher aufbewahrt, bis der Betroffene wieder in der Lage sei, darüber zu verfügen.

Die Patienten des Kreiskrankenhauses Rotenburg können ihre Wertsachen gegen Beleg in den Stationsschließfächern deponieren, in einigen Zimmern stünden auch Safes zur Verfügung, berichtet Verwaltungsleiter Sassan Pur. Im Haus warnten auch Plakate des Weißen Rings vor Langfingern. Auch in dieser Klinik werden die Patienten schon bei der Aufnahme aufgefordert, nur die notwendigsten Wertsachen bei sich zu behalten. Seite 2

Von Silke Schäfer-Marg

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