Schmidt will Nachtragshaushalt für Winterschäden

Landrat in Sorge um die Kreisstraßen

Bad Hersfeld. Welche Möglichkeiten gibt es für mehr und besseren Straßenbau im Landkreis und gibt es eine Chance, durch andere Verfahren preiswert mehr Straßen auszubessern und zu reparieren? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Unternehmensbesuchs, bei dem sich Landrat Dr. Schmidt mit Helmut Räuber, geschäftsführender Inhaber des gleichnamigen Bauunternehmens in Bad Hersfeld, austauschte. Sorgen bereiten dem Landrat insbesondere die starken Winterschäden.

Rund 240 Kilometer lang ist das Netz der Kreisstraßen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Zwar werden Jahr für Jahr etliche Erneuerungs-, Sanierungs- oder Neubauarbeiten vorgenommen, doch reicht das Geld nicht aus, um alles zu realisieren, erklärte Dr. Schmidt gegenüber Räuber. Um das Netz in guten Zustand zu halten, sind nach Ansicht des Straßenbauunternehmers Räuber regelmäßige Deckenerneuerungen notwendig.

Reine Deckenerneuerung ohne sonstige Arbeiten benötigten 100 000 Euro pro Kilometer, erklärte der Fachmann. Ein kompletter Neubau sei wesentlich teurer; Brücken kosteten ein Vielfaches.

Landrat Dr. Schmidt hat bereits vor Wochen beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) für Ende Februar eine Zusammenstellung der Winterschäden angefordert. Er beabsichtigt, einen Nachtragshaushalt dem Kreistag zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen, in dem ein größerer Betrag zur Beseitigung der schlimmsten Winterschäden eingestellt werden soll. (red)

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