Schwächung des Konzessionsgebietes berge Gefahren

Landrat Schmidt für Verbleib bei E.ON Mitte

hersfeld-Rotenburg. Die Städte und Gemeinden im Kreis Hersfeld-Rotenburg sollten ihre Stromnetze auch in Zukunft mit der E.ON Mitte betreiben. Diese Auffassung vertritt Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (CDU). Er sehe in einem Zusammenhalt des Konzessionsgebietes von E.ON Mitte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg erhebliche Vorteile für die Region, sagte Schmidt in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Der Hintergrund: Ende 2011 laufen die Konzessionsverträge mit dem Regionalversorger E.ON aus. Bis dahin können Städte und Gemeinden entscheiden, ob sie die Netze von E.ON zurückkaufen und Verträge mit anderen Firmen abschließen oder ob sie in neuen Gemeinschaftsunternehmen selbst mit einsteigen.

Das Konzessionsgebiet von E.ON repräsentiere den ländlichen Raum des Kreises Hersfeld-Rotenburg, sagt Dr. Schmidt. Eine weitere Schwächung des Konzessionsgebietes der E.ON durch andere Netzbetreiber oder eigene Stadt- oder Gemeindewerke würde nach Ansicht des Landrats „einen immer größeren Flickenteppich ergeben und letzten Endes nicht dazu führen, den Netzbetrieb wirtschaftlich zu organisieren“.

Auf der anderen Seite wachsen die Renditen im Netzgeschäft durch die Regulierung der Netzentgelte nicht mehr, gibt Schmidt zu bedenken: „Die Regulierung selbst erfordert aber einen erheblichen Behördenaufwand.“

E.ON Mitte sei ein zuverlässiger Netzbetreiber mit geringen Ausfallzeiten und ein Arbeitgeber mit hoher Attraktivität. Außerdem gehöre E.ON Mitte zu 26,66 Prozent den Landkreisen in Nordhessen, Südniedersachsen und Ostwestfalen. Der Anteil des Kreises Hersfeld-Rotenburg betrage 2,66 Prozent und bringe regelmäßig eine Dividende von fast 1,2 Millionen Euro jährlich, die der Kreis zur Finanzierung des Kreishaushaltes dringend benötige.

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Von Manfred Schaake

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