Denkfabrik will Themen der alternden Bevölkerung angehen

Landkreis gründet Zukunftsakademie

Hersfeld-Rotenburg. Wir werden immer weniger und immer älter. Dass diese Entwicklung, genannt demografischer Wandel, nicht nur Nachteile mit sich bringt, sondern auch Chancen bietet, davon sind viele Menschen im Kreis Hersfeld-Rotenburg überzeugt. Sie gründeten jetzt eine Zukunftsakademie.

In den kommenden Jahren will sich die Die Akademie ist aus der Zukunftskonferenz hervorgegangen, die von 2007 bis 2009 mehrfach tagte und neun verschiedene Projekte ins Leben rief. Einige davon finden sich nun auch unter dem Dach der Zukunftsakademie wieder.

Dieses Dach ist in erster Linie ein ideelles, denn über eigene Räume verfügt die Zukunftsakademie nicht, erläutert ihr Vorsitzender Joachim Lindner (Klinik am Hainberg).

Die Akademie wolle vielmehr einen kreativen und innovativen Dialog anregen und Bildungsaufgaben übernehmen. "Die Zukunftsakademie ist eine Denkfabrik, ein Impulsgeber", ergänzt Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt. Und sie ist offen für alle, die sich für das Thema interessieren, betont Reinhard Faulstich, Vorstand der Sparkasse.

"Wichtig ist, möglichst viele Menschen zusammenzuführen", meint auch Martin Ködding, Geschäftsführer des Klinikums.

In den kommenden Jahren will sich die Zukunftsakademie folgenden Themen widmen:
- Älter werden will gelernt sein (2. Halbjahr 2010)

- Leben mit Demenz - eine interdisziplinäre Herausforderung für die Region. (2011)

- Altersgerechte Arbeitswelt sowie Bildung und lebenslanges Lernen (2012 und 2013). Zu den Themen soll einmal jährlich ein Zukunftsforum stattfinden, zu dem Experten aus der Region und von außerhalb, aus Politik und Wirtschaft, aber auch Betroffene eingeladen werden. Geplant sind außerdem Weiterbildungsangebote, Seminare und Lesungen.

Die Akademie wird eng mit der Volkshochschule, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und anderen Einrichtungen des Kreises zusammenarbeiten.

Von Christine Zacharias

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