Hersfeld-Rotenburg: Verwaltungsstab einberufen

Kreis erwartet mehr als 1000 Flüchtlinge

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Mehr als 1000 Flüchtlinge werden in den nächsten Tagen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg erwartet.

Hersfeld-Rotenburg. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg erwartet in den nächsten Tagen die Zuweisung von mehr als 1000 Flüchtlingen. Landrat Dr. Michael Koch ruft deshalb den Verwaltungsstab zusammen. 

Dieser wird am morgigen Mittwoch erstmalig tagen. Die Einberufung des Katastrophenschutzstabs ist derzeit nicht geplant.

„Wir stehen in Kürze vor der immensen Aufgabe, mehr als 1000 Menschen schnell, unbürokratisch und menschenwürdig unterbringen zu müssen. Das wird eine logistische Herausforderung“, erklärte Koch. Der Stab werde diese Arbeit koordinieren, um die Wege kürzer und effizienter zu machen. Ihm gehören neben dem Landrat und der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz zwölf weitere Personen an, in der Hauptsache die Fachdienst- und Fachbereichsleiter der Verwaltung.

Derzeit wird im Kreis nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten für die neuankommenden Flüchtlinge gesucht. „Ich betone noch einmal meine klare Vorgabe, möglichst keine Schul- oder Sporthalle für diese Zwecke zu nutzen“, unterstrich Koch. Die Unterbringung der Flüchtlinge müsse darauf ausgerichtet sein, das Leben der Bürger in möglichst geringem Maße zu beeinträchtigen. „Nur so können wir die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung beibehalten.“

Das betonte auch Sozialdezernentin Elke Künholz. Sie geht davon aus, dass eine Unterbringung in Schulturnhallen zunächst vermieden werden kann. Allerdings machte auch sie gestern im Kreistag deutlich, dass Prognosen angesichts des anhaltenden Flüchtlingsstroms schwierig sind.

Landrat Koch berichtete dem Kreistag am Montag, dass sich zurzeit über 2000 Flüchtlinge im Kreis aufhalten, davon 750 bis 900 in der Erstaufnahmeeinrichtung in Rotenburg, 450 in der Außerstelle in Kirchheim und 350 in Unterkünften des Kreises. Auch im Schwalm-Eder-Kreis und im Kreis Fulda werden in den nächsten Tagen jeweils rund 1000 zusätzliche Flüchtlinge erwartet. (red/ks/kai)

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