Der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg begeistert auf seiner Tour durch Kanada das Publikum

Im Land der silbernen Birken

Chor vor beeindruckender Kulisse. Die jungen Sängerinnen und Sänger von Chorleiter Ulli Meiß (Dritte Reihe, ganz links) besuchten auf ihrer Konzertreise durch Kanada auch die berühmten Niagara-Fälle. Foto: nh

Niagara/Bad Hersfeld. Wenn über 7500 Kilometer von Bad Hersfeld entfernt zu den Füßen der Rocky Mountains die Zuhörer einen deutschen Chor mit tosendem Applaus feiern, dann muss sich etwas Besonderes ereignet haben: Ein internationales Potpourri verschiedenster Lieder aus unterschiedlichen Kulturkreisen und mittendrin die kanadische Weise „Land of the Silver Birch“ („Land der silbernen Birken“) hatte der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg in der St. Matthew Church, einem der schönsten Gotteshäuser der Olympiastadt Calgary, zu Gehör gebracht.

Champions-League-Feeling

Das kam an und war mehr als nur eine Geste. Es war ein musikalisches Gastgeschenk, das unter die Haut ging. Zuvor hatten die jungen Waldhessen einen Querschnitt ihres umfangreichen Liedrepertoires gezeigt und dabei festgestellt, dass sie qualitativ auch ohne Heimbonus mit ihrer faszinierenden Mischung aus Popsongs und Volksmusik das Publikum begeistern können.

Dies ist nur ein Resümee der Konzertreise nach Kanada: Wo der Chor auch hinkam, wurde seine internationale Klasse hervorgehoben. Fast schon ein wenig musikalisches Champions League-Feeling!

Auf Einladung der Mount Royal University von Calgary hatten die 83 Sängerinnen und Sänger von Ulli Meiß vor drei Wochen ihre Koffer gepackt und waren auf den nordamerikanischen Kontinent aufgebrochen.

Das erste Konzert hatte in der am Pazifik gelegenen Metropole Vancouver stattgefunden. Über die Rocky Mountains ging es mit dem Bus weiter nach Calgary und von da aus mit dem Flieger in den Osten Kanadas. Das umjubelte Abschlusskonzert gaben die Jugendlichen im bekannten Niagara-on-the-Lake, unweit der berühmten Wasserfälle. Neben vielen interessanten Einblicken in kanadische Lebensart und persönlichen Begegnungen mit Jugendlichen vor Ort werden einzigartige Landschaftseindrücke unvergessen bleiben.

Zum Beispiel die schneebedeckten Felsformationen der Rocky Mountains, unberührte Naturlandschaften und kristallklare Bergseen wie der berühmte Lake Louise im Banff Nationalpark.

Atemberaubend natürlich die Wassermassen der Niagarafälle, die die Jugendlichen auf der Bootsfahrt unterhalb der Wasserfälle hautnah spüren durften. Die Verlängerung von Schulunterricht in die Wirklichkeit hinaus ist gelungen, und das Reisetagebuch der Jugendlichen um viele nicht alltägliche Erfahrungen reicher.

Einmal mehr hatte das deutsche Goethe-Institut die herausragende musikalische Leistung der Jugendlichen als besonders förderungswürdig eingestuft und diese auf die weite Reise geschickt, um als Repräsentant deutscher Kultur im Ausland tätig sein zu dürfen.

Über das persönliche Erleben hinaus, dürften sich die außerunterrichtlichen Erfahrungen und das damit einhergehende Engagement auch bei dem einen oder anderen Bewerbungsgespräch bezahlt machen.

Von Martin Gellert

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