Das Lampenfieber steigt

Kai A. Struthoff

Es kribbelt schon wieder! In drei Wochen beginnen die Proben für die Bad Hersfelder Festspiele. Nicht nur für uns Journalisten die schönste Zeit des Jahres. Seit einigen Tagen hängen jetzt auch überall die neuen Plakate für die Inszenierungen und machen Lust auf mehr. Der Auftrag an die Agentur Eskom Partner aus Hamburg, die Vermarktung der Festspiele zu übernehmen, war ja durchaus umstritten, die bisherigen örtlichen Partner ziemlich enttäuscht.

Hauptaufgabe der neuen hanseatischen Agentur sollte es sein, potente Sponsoren für die Festspiele aufzutun. Hinter den Kulissen wird nun gemunkelt, dass es damit nicht weit her sei.

Intendant Holk Freytag stellt das anders dar. Natürlich nennt er noch keine Namen, berichtet aber von hoffnungsvollen Gesprächen auf höchster Ebene mit namhaften Partnern. Wir warten nun gespannt, dass sich der Vorhang hebt.

Die Wever-Hallen waren bislang auch schon Probenstätte für die Festspiele – zum Beispiel hat dort das „Käthchen“ das Hersfelder Licht der Welt erblickt. Aber auch als möglichen Standort für den Media-Markt wurde das Filetstück im Herzen der Stadt gehandelt. Mit all dem ist nun wohl Schluss. Dem Vernehmen nach hat ein bekannter Hersfelder Unternehmer, die Hallen gekauft, um dort Veredelungsarbeiten für seine hiesige Firma machen zu lassen. Noch schweigt der Mann beredt. In Kürze allerdings soll auch hier Klarheit herrschen.

Die Diskussion um die von Heringens Bürgermeister Hans Ries betriebene Photovoltaikanlage beschäftigt den ganzen Kreis. Selbst Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach, der ähnliche Anlagen betreibt, musste sich schon bohrende Fragen gefallen lassen.

In Heringen geht der Streit um die Ries’sche Anlage auf dem Dach des Feuwehrgerätehauses in Wölfershausen, die ihm im Losverfahren zugefallen war, jetzt in die nächste Runde. Die Stadtverordneten hatten beschlossen, dass der Bürgermeister die Anlage an die Stadtwerke abtreten soll. Zunächst hatte der Erste Beigeordnete Johannes Beyer noch Widerspruch gegen den Beschluss des Stadtparlaments eingelegt. In der Sitzung vom 15. März wurde diese Thematik von den Stadtverordneten abermals behandelt. Diesmal gab es keine Einwände. Vielmehr will der Magistrat wohl mehrheitlich einen gerichtlichen Titel zur Enteignung des Bürgermeisters anstreben.

Einen Anwalt soll sich das Gremium bereits genommen haben. Es wird dann wohl vor Gericht gehen, denn der Bürgermeister wird seinerseits die Anlage nicht freiwillig herausgeben.

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