Schülervertreter: Parkplatznot vor der Modellschule wird akut

Lage festgefahren

Bad Hersfeld. Knapp waren die Parkplätze vor den Obersbergschulen schon immer, jetzt ist die Not akut: Denn ab Beginn der heißen Bauphase der Mensa fahren Schulbusse eine neue Route. Laut Schulleitung müssen dafür etwa 30 Parkplätze geopfert werden. Schon am Montag montierte die Stadt am Straßenrand neben dem Hauptparkplatz ein Schild: absolutes Halteverbot.

Bis zu 35 Euro Bußgeld

„Das Ordnungsamt hat angekündigt, die Einhaltung des Verbots ab nächster Woche verschärft zu kontrollieren“, erklärte Schulsprecherin Maike Simla gestern in einer Sonderversammlung der Modellschüler. Wer im neu ausgewiesenen Straßenbereich, auf der schon länger mit einem Parkverbot belegten Straße Richtung Petersberg oder wild in Feld und Wiese parke, müsse mit einem Bußgeld bis zu 35 Euro rechnen. Die Schülervertretung empört sich über den aktuellen Zustand: „Wir appellieren an den Landkreis, eine faire, schülerfreundliche Lösungen zu finden“, erklärt Simla. Doch dieser habe sich bisher stur gestellt.

Shuttlebus zu teuer

„Wir fordern keinen zusätzlichen Parkplatz“, sagt Schulsprecherin Simla. Dies sei, angesichts der schrittweisen Verjüngung der Oberstufenschüler durch die G8-Reform, finanzieller Unsinn. Indes scheiterten bisher alle weiteren Vorschläge der Schülervertretung an ihrer Umsetzung: Ein Shuttlebusservice vom Aquafit-Parkplatz im Tal sei beispielsweise zu teuer. „Eine Fahrt zur Schule würde 1,60 Euro kosten“, bedauert die Schulsprecherin.

Auf Anfrage unserer Zeitung kündigte die Kreisverwaltung an, die Möglichkeiten zur Entschärfung zu überprüfen. „Fest steht aber: Die Parkplätze am Obersberg können nicht vermehrt werden“, sagt Kreissprecher Michael Adam. Das umliegende Gelände sei in privatem Besitz. Ungeachtet aller Bemühungen um eine Lösung müssten die Schüler dennoch ihr „eigenes Verhalten überdenken.“

Es ist eine verfahrene Situation. „Land und Landkreis müssen nicht für den Transport von Oberstufenschülern sorgen“, gibt Marius Freund, Vorsitzender des Kreis-Schülerrats, zu bedenken. Doch die Schülervertretung will weiterkämpfen: Für die kommende Wochen kündigte sie Aktionen an.

Von Pia Schleichert

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