Neues Konzept für Elektroniker an den Beruflichen Schulen

Labor statt Klassenraum

Mitgemacht: Angehende Elektroniker für Gebäude- und Energietechnik griffen zu den Pinseln und führten sämtliche Malerarbeiten gemeinsam mit ihren Lehrern Thorsten Scherp (Zweiter von links) und Torsten Wenzel (links) aus. Foto: nh

Bad Hersfeld. Die Halbwertszeit des Wissens verkürzt sich bei der Elektroniker-Ausbildung, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Auszubildende bezüglich selbstständiger Arbeit kontinuierlich.

Um dieser Tatsache entgegenzuwirken, hat sich der Bereich der Elektrotechnik der Beruflichen Schulen Obersberg in Bad Hersfeld zu einem neuen Lernkonzept entschlossen. Dabei geht es um eine Kombination aus traditionellen Lehrmitteln und PC-unterstützter Lernsysteme.

Die Beruflichen Schulen versprechen sich dadurch eine nachhaltige Verbesserung der Ausbildungsqualität für Elektroniker – zum Vorteil der Schüler, des Betriebes und zur Weiterentwicklung der Beruflichen Schulen Obersberg.

Die neu angeschafften computergestützten Trainings- und Experimentiersysteme erlauben ortsunabhängiges Lernen und entschärfen somit auch die Raumproblematik an der BSO.

Selbstorganisiertes Lernen

Das neue Lernkonzept soll die angehenden Elektroniker an ein selbstorganisiertes Lernen in einer modernen Unterrichtsorganisation heranführen und eine größere Handlungsorientierung im Berufsfeld ermöglichen. Umfangreiche Umbauarbeiten, unter anderem im Bereich der Elektrik, mussten zu Beginn vorgenommen werden. Auch auszubildende Elektroniker für Gebäude- und Energietechnik arbeiteten dabei mit und führten sämtliche Malerarbeiten gemeinsam mit ihren Lehrern Thorsten Scherp und Torsten Wenzel aus.

Bei dem multimedialen E-learning-System mit integriertem, mobilem Elektroniklabor, werden in den verschiedenen Kursen die theoretischen Grundlagen vermittelt. Auch Versuche an der zum Kurs gehörenden Experimentierhardware werden unternommen. Der Lernfortschritt lässt sich anhand von Fehlersuche an der Experimentierhardware sowie bei Tests überprüfen und elektronisch dokumentieren.

Auch der Abteilungsleiter der Fachrichtung Elektrotechnik, Michael Weiser, ist von der Tragfähigkeit der neuen Methode überzeugt: „Ich freue mich, dass wir diese neue Methode in unserer Abteilung einführen konnten, um so die Ausbildung der angehenden Elektroniker den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.“ Der alte Klassenraum ist nun zu einem Elektroniklabor umgestaltet worden und bietet sowohl für Lernende als auch Lehrende eine angenehme Atmosphäre. (red/rey)

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