Schenklengsfeld bekommt Wohnmobil-Stellplatz

Kurioser Weg zum Grundsatzbeschluss

Unterweisenborn. Kuriositäten gibt es auch im Schenklengsfelder Gemeindeparlament. Die SPD hatte eine Anfrage zum möglichen Standort für Wohnmobile gestellt. Von Bürgermeister Stefan Gensler gab es die Antwort, dass der Parkplatz vor dem Tennisheim, direkt am Freibad gelegen, optimal sei. Er biete Platz für vier bis fünf Wohnmobile. Die Planungen dafür seien schon sehr weit vorangeschritten und über das Leader-Programm der EU wolle man Fördergeld beantragen.

Die Aussagen des Bürgermeisters nahm nun Parlamentsvorsitzender Jürgen Jackel (SPD) zum Anlass, einen Grundsatzbeschluss zu formulieren und darüber abstimmen zu lassen. Alle Parlamentarier hoben daraufhin die Hand. Doch beschlossen war noch nichts. Nach kurzem Zwiegespräch mit dem Bürgermeister ließ Jackel das Parlament wissen, dass der soeben gefasste Beschluss hinfällig sei, da aus einer Anfrage nicht einfach so ein Antrag gemacht werden dürfe.

Im selben Moment forderte er die Fragestellerin – SPD-Fraktionsvorsitzende Tanja Hartdegen – auf, einen Eil-Antrag in dieser Angelegenheit zu stellen. Doch die schüttelte nur den Kopf. Daraufhin schaltete sich Udo Langer, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, ins Gespräch ein und stellte seinerseits einen Antrag zur Änderung der Tagesordnung. Nach einstimmigem Votum war plötzlich der Beschlussvorschlag des Parlamentsvorsitzenden auf der aktuellen Tagesordnung und der Minuten zuvor gefasste Grundsatzbeschluss wieder in Kraft gesetzt. (rey)

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