Im Garten der Familie Franz aus Bad Hersfeld gibt es Allerlei zu bestaunen

Kunterbunt bepflanzt

Das Ehepaar Günter Franz (70 Jahre) und Helga Franz (66 Jahre) mit den beiden Enkelkindern, Rene (elf Jahre) und Elisa (acht Jahre), zwischen Geranien und dem ungarischen Mitbringsel, der Cannapflanze. Foto: Schiller

Bad Hersfeld. „Unser Gartenhäuschen gefällt uns besonders gut“, erzählen Helga und Günter Franz stolz. Dieses haben sie 2010 nämlich selbst gebaut. Vorher hatten sie anstatt Gartenhaus einen Pavillon. Insgesamt dreimal hatte der Wind den Pavillon zerstört, woraufhin Günter Franz den Entschluss gefasst hat, etwas stabileres zu bauen.

Also besorgte er sich Fertigbauteile aus Münster und machte sich ran ans Werk. Das Gartenhäuschen besteht aus Fichtenholz und ist drei mal drei Meter groß und 2,50 Meter hoch. „Die Bodenarbeit war damals am schwersten“, erinnert sich Günter Franz. Aus den alten Eckpfosten des Pavillons und ein wenig Hasendrath baute Günter Franz dann einen Blumenkübel.

Verschiedene Leckereien

Das gesamte Grundstück ist 967 Quadratmeter groß, 120 Quadratmeter Fläche hat das Haus, der Rest ist Garten. Dort sind neben Blumen, wie Geranien, Lilien, Hibiskus und Bitunien, auch Zwetschenbäume, Apfelbäume und Kirschbäume zu finden. Außerdem haben sie gelbe Zucchini, aus denen Helga Franz ihren allseits beliebten Zucchinikuchen backt, Stangenbohnen, Tomaten, Endivien und Salat, sowie einen Kräutergarten mit Zitronenmelisse, Maggikraut und Boraschgewächs angepflanzt. Von Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren und Jostabeeren stellt Helga Franz Gelee oder Likör her.

Aus dem Urlaub in Ungarn haben sich Helga und Günter Franz Ableger der Cannapflanze mitgebracht. Seitdem sie vor sechs bis sieben Jahren im heimischen Garten eingepflanzt wurden, wuchern die Pflanzen in verschiedenen Farben fast drei Meter hoch.

Tierische Mitbewohner hat die Familie in ihren Kanarienvögeln gefunden. Diese bleiben im Winter draußen. Der Grund dafür: Früher hatten sie Wellensittiche im Haus, die sich alle vier bis sechs Wochen gemausert hatten. Die Sauerei wollten sie sich nun ersparen. Der Käfig ist mit Quarzsand und Grit als Bodengrundlage und einem Gefäß mit Wasser ausgestattet, in dem die Vögel ihr Bad nehmen.

Das vierte Haus

Das Ehepaar hat in 1969 geheiratet und im selben Jahr das Haus gebaut. Damals war es erst das vierte Haus auf dem Johannesberg. Helga Franz gestaltet gerne Fotobücher, auch vom Garten oder dem Gartenhäuschenbau. Insgesamt hat sie schon acht Bücher zu Hause. Günter Franz ergänzt die Partnerschaft durch handwerkliche Arbeiten. Den Garten pflegen sie gemeinsam. „Wir halten uns gerne im Garten auf, natürlich auch im Gartenhäuschen“, erzählt Helga Franz. Hier werde mit Freunden und der Familie am selbst gebauten Grill gegrillt oder Kaffee getrunken.

Von Jana Schiller

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