Bad Hersfeld will sich neue touristische Potenziale erschließen und Fördermöglichkeiten nutzen

Kunst und Luther beim Wandern und Pilgern

Bad Hersfeld. Mit einem Besucherandrang wie zur Fußball-WM 2006 rechnet die evangelische Kirche in Deutschland zum Jahr der Reformation 2017. Von diesem Tourismus-Kuchen will sich dann auch die Stadt Bad Hersfeld ein Stück abschneiden.

Kurdirektor Christian Mayer wies vor dem Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung auf das große Potenzial hin, das seiner Ansicht nach im gleich als Dekade angelegten Gedenken an Reformator Martin Luther liegt. „Ich verspreche mir viel davon,“ sagte Mayer vor dem Ausschuss.

Deswegen ist die Stadt beim geplanten Lutherweg von Worms nach Eisenach, der authentische Lutherstätten verbinden und auf bereits vorhandenen Wanderrouten auch durch den Landkreis Hersfeld-Rotenburg führen soll, mit im Boot und im Trägerverein vertreten (unsere Zeitung berichtete).

Die Kosten für die Beschilderung im Stadtgebiet werden derzeit auf etwa 10 000 Euro geschätzt, die in zwei Raten in den beiden nächsten Jahren fällig würden.

Weiter wurde bekannt, dass der Lutherlauf 2013 von der Wartburg zur Stiftsruine am 4. und 5. Mai stattfinden wird.

Um touristische Attraktivität geht es auch beim Kunstwanderweg X3, an dem sich die Stadt Bad Hersfeld nach Mehrheitsbeschluss im Ausschuss beteiligen wird.

Nach den Vorstellungen der ars natura-Stiftung soll ein etwa 18 Kilometer langer Rundweg, der durch die Stadt und einige Nachbargemeinden führt, auf jedem Kilometer mit einem Werk eines heimischen Künstlers bestückt werden. Als Thema steht der Begriff „Sprachschätze“ in Anlehnung an das Mitmach-Museum „wortreich“ im Raum.

Bad Hersfeld wäre mit drei bis vier dieser Exponate und Kosten von um die 10 000 Euro mit dabei, die nach Möglichkeit durch Sponsoren gedeckt werden.

Für beide Wege könnte die Stadt nennenswerte Fördermittel erhalten. (ks)

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