SEG-Aufsichtsratsvorsitzender Valentin Wettlaufer verteidigt „Signet des Windes“

Kunst-Kritik ohne Kenntnis

Valentin Wettlaufer

Bad Hersfeld. In der Diskussion um das umstrittene Kunstwerk „Signet des Windes“ von K-L Schmaltz, das im Bad Hersfelder Schilde-Park vor der Veranstaltungshalle aufgestellt werden soll, hat sich jetzt Valentin Wettlaufer, Aufsichtsratsvorsitzender, der mit dieser Angelegenheit befassten Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) mit einer Pressemitteilung zur Wort gemeldet. Darin heißt es:

„In der Sitzung des Aufsichtsrates der SEG, am 25. Mai 2010 wurde darauf hingewiesen, dass das Kunstwerk unter dem Stichwort Kunst am Bau erstanden werden sollte.“ Offensichtlich sei Bürgermeister Thomas Fehling nicht bekannt, dass eine Bad Hers- felder Bauunternehmung die Errichtung des Fundamentes für das Kunstwerk als Spende zugesichert hat. Die Fachleute der Verwaltung seien in die Planung eingebunden.

Es zeuge nicht gerade von Liebe und Verständnis von Kunst, schreibt Wettlaufer weiter, wenn der Stadtverordnete Michael Bock (NBL) sich in despektierlicher Weise über ein Kunstwerk äußere, das er in Wirklichkeit gar nicht kennt. Oder wenn CDU-Fraktionsvorsitzender Gunter Grimm (CDU) in seinem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung davon spreche, dass das Kunstwerk mit seinen Kosten außer dem Verhältnis zum Nutzen steht.

Die Liste der Kosten

Folgende Kosten seien laut Wettlaufer bereits gezahlt: 24 000 Euro für die Skulptur des Künstlers, 6770 Euro für die Tragwerksplanung, 1600 Euro für die Bauleitung (Abschlag), insgesamt also also 32 370 Euro gezahlt.

Als noch ausstehende Kosten führt Wettlaufer auf: 25 235 Euro, inklusive 12 000 Euro als Restzahlung des Honorars an. Weitere Kosten in Höhe von 13 235 Euro seien durch die Verwaltung während der Amtszeit von Bürgermeister Fehling in Auftrag gegeben worden.

„Welchen Sinn macht also ein Verkauf des Kunstwerks (Herr Bock) oder die Forderung des Herrn Grimm, das Kunstwerk nicht aufzustellen?“ fragt Wettlaufer, der auch die Kritik am aktuell geplanten Standort nicht verstehen mag: Angeblich soll das Kunstwerk negative Auswirkungen auf die Vermietung der Schildehalle haben, weil der Platz laut Bürgermeister für die Aufstellung von Hüpfburgen benötigt werde, heißt es in Wettlaufers Stellungnahme abschließend. (red/ks)

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