Straßengalerie des Kunstvereins Bad Hersfeld in 34 Geschäften in der Innenstadt

Kunst an jeder Ecke

Gerhard Zinn und Margot Knüpfer vom Kunstverein begutachten bei einem Rundgang durch die Stadt die Wirkung der Straßengalerie. Hier ist Knüpfers Interpretation des Themas „Sommernachts-Träumereien“ im Fenster der Boutique Légere zu sehen. Weitere Exponate der Straßengalerie sind (von links unten): „Sommernachtsträumereien“ von Hildegard Rockensüß, „Sommernachtswald“ von Agnes Ehlers, „Flüchtender“ von Gerhard Kimpel, „Traummaske“ von Anna Maria Brühl sowie „Ein Ungeheuer?“ und „Hippolytas Traum“ von Hildegund Bode. Fotos: Zacharias

Bad Hersfeld. Auf Entdeckungsreise können Kunstfreunde zurzeit wieder in der Bad Hersfelder Innenstadt gehen. Der Kunstverein Bad Hersfeld hat seine Straßengalerie eröffnet. In 34 Schaufenstern zeigen Künstlerinnen und Künstler ihre Interpretationen zu den Stücken der Festspiele in der Stiftsruine. Erkennbar sind die Kunstwerke an einheitlichen schwarzen Boxen. Die hat der Stadtmarketingverein für die Kunstaktion zur Verfügung gestellt, berichtet Gerhard Zinn, der Vorsitzende des Kunstvereins. Er freut sich über die große Resonanz, auf die die Straßengalerie sowohl bei den Geschäftsleuten als auch bei den Mitgliedern des Kunstvereins gestoßen ist.

Vor allem die alteingesessenen Bad Hersfelder Geschäfte seien gerne bereit gewesen, mit dem Kunstverein zusammenzuarbeiten, erzählt Zinn. Schwierig sei es dagegen mit den Kettenläden, deren Schaufenstergestaltung oft zentral organisiert werde.

Viele Geschäftsleute haben es sich sogar zur Aufgabe gemacht, die Gestaltung ihres Schaufensters dem Kunstwerk anzupassen. Für die Betrachter gibt es so reichlich interessante Entdeckungen zu machen.

Fantasie angeregt

Auch die Themen und Darstellungsformen sind vielfältig, wenngleich die Sommernachts-Träumereien und die Komödie der Irrungen die Fantasie der Künstlerinnen und Künstler ganz besonders angeregt haben.

Die Straßengalerie sei erstmals im Jahr 1986 eingerichtet worden, berichtet Gerhard Zinn. Seitdem wurde sie alle paar Jahre im Sommer während der Festspielzeit wiederholt. Der Kunstverein will damit Kunst in die Öffentlichkeit bringen, als offenes Angebot für alle, die sich so an Kunstwerken erfreuen können, ohne eigens eine Galerie zu besuchen, dort Eintritt zu bezahlen oder Öffnungszeiten zu beachten.

Die thematische Ausrichtung an den Festspielen sorgt zudem dafür, die Festspiele in der ganzen Stadt präsent zu machen. Für die Geschäftsleute bringt die Straßengalerie zusätzliche Aufmerksamkeit für ihre Schaufenster.

Bis zum 30. Mai gibt es zusätzlich zum Kunstgenuss die Möglichkeit, sich an einem Preisausschreiben zu beteiligen und eine Festspielkarte zu gewinnen, teilt Margot Knüpfer vom Kunstverein mit. Die Flyer dafür liegen in den Geschäften aus.

Von Christine Zacharias

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