SPD-FWG-Grünen-Fraktion will Bad Hersfeld an Ars-Natura-Route anbinden

Kunst entlang des Wanderwegs

Der Ars-Natura-Wanderweg verbindet Kunst- und Naturerlebnis und sorgt für besondere Wechselwirkungen. Foto: nh

Bad Hersfeld. Neue Pläne, die die Stadt Bad Hersfeld noch attraktiver machen sollen, hat die SPD-FWG-Grüne-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. Die Kommunalpolitiker wollen sich dafür einsetzen, dass der Kunstwanderweg X3 der Ars Natura-Stiftung von Kassel über Spangenberg, Rotenburg und Teile des Fuldatals bis nach Bad Hersfeld fortgesetzt wird. Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung stellen, kündigte Dr. Thomas Handke an.

Wandern und Kunst erleben

Die Grundidee des Projektes Ars Natura ist die Einrichtung von Kunstpfaden auf etwa 700 Kilometern entlang der Fernwanderwege X8, von Korbach zum Kyffhäuser und X3, von Höxter nach Bad Brückenau, erläutert die Stiftung auf ihrer Homepage im Internet (www.ars-natura-stiftung.de): „Erholung durch Wandern und intensives künstlerisches Erlebnis im “Galerieraum Natur” sollen zusammenwirken, daher ist etwa pro Kilometer die Installation eines Werkes geplant.

Die aus ökologischen Materialien hergestellten künstlerischen Arbeiten sind thematisch natur- und ortsbezogen und kommen durch ihre jeweils spezifische landschaftliche Umgebung besonders zur Geltung – Wechselbeziehungen entstehen. Im Gegensatz zur Enge der Museen ist hier die landschaftsbezogene Streuung das künstlerische Präsentationsprinzip in Entsprechung zum Charakter des ländlichen Raumes.“

Die Anbindung an den Kunstwanderweg könne ein weiterer Anziehungspunkt für Tagestouristen sein, sagt Thomas Handke. Nach Vorstellung seiner Fraktion solle die Stadt nicht nur einfach an dem Wanderweg liegen, sondern vor Ort einen zusätzlichen Rundwanderweg ausweisen, wie das auch viele andere Städte und Gemeinden bereits getan hätten. Dieser Rundwanderweg solle dann das wortreich mit einbeziehen. Thema des Weges könnten „Sprachschätze“ sein. Handke und seine Fraktionskollegen stellen sich Kunstobjekte vor, die sich mit dem Thema Sprache und Kommunikation auseinandersetzen.

Kosten überschaubar

Die Kosten für die Stadt seien überschaubar, ist Handke überzeugt. Insgesamt müssten etwa 20- bis 30 000 Euro für Kunstwerke investiert werden. Da das Projekt von der Europäischen Union gefördert werde, sei zudem mit Zuschüssen zu rechen.

Um Werbung, Unterhalt und Pflege der Kunstwerke kümmere sich die Ars-Natura-Stiftung, sodass hier keine weiteren Kosten entstünden, sagt Handke. „Das ist ein einzigartiges Kunstobjekt und eine Möglichkeit, bundesweit ins Gespräch zu kommen, betont der SPD-Politiker.

Von Christine Zacharias

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