Bäckerhandwerk: Freisprechung für 13 Jung-Gesellen am Robert-Heil-Turm

Der Kunde steht im Mittelpunkt

Nachdem die Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen ihre Gesellenbriefe von Innungsobermeister Wilfried Brandau (5. von links) erhalten hatten, stellten sie sich zum Gruppenbild auf. Freigesprochen wurden: Karin Bätza, Jeaninne Denim, Anika Hein, Milena Möller, Nicole Reich, Tatjana Sauter, Iris Schmidt, Sarah Schnierer, Daniel Dilchert, Andre Draht, Tobias Göttert, Alexander Paul und Nico Wittich. Foto: Reymond

bad hersfeld. Fünf Bäcker und acht Bäckereifachverkäuferinnen erhielten am Samstagnachmittag ihre Gesellenbriefe ganz berufsgerecht am Robert-Heil-Turm überreicht.

Robert Heil lebte von 1868 bis 1956 und er war königlich-preußischer Hofbäckermeister. Den Turm schenkte er 1930 der Stadt Bad Hersfeld.

Wilfried Brandau aus Ransbach, Obermeister der Bäckerinnung, brachte es bei seiner Rede während der Freisprechungsfeier auf den Punkt. Bäckergesellen, die neben ihren handwerklichen Fähigkeiten auch das betriebswirtschaftliche Denken und Arbeiten verinnerlicht hätten, bräuchten sich um ihre berufliche Zukunft keine Gedanken zu machen. Ebenso die Verkäuferinnen, wenn sie erkannt hätten, dass der Kunde im Mittelpunkt ihres Tuns zu stehen habe.

Gerade kundenorientiertes Arbeiten und eine starke Innung seien in der heutigen Zeit extrem wichtig. „Wir müssen uns gegen eine große Konkurrenz behaupten. Da sind die Discount-Bäcker, der backende Lebensmitteleinzelhandel und backende Tankstellen“, mahnte Brandau an.

Dennoch seien die Innungsbetriebe stark genug, sich durchzusetzen. „Es gibt in unserer Region erfolgreiche Bäckereien, die mit einem professionellen Marktauftritt gut für die Zukunft aufgestellt sind. In diesen Betrieben werden Sie mehr denn je gebraucht“, rief Brandau den Jung-Gesellinnen und Jung-Gesellen zu.

Von Mario Reymond

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