Erste Preise gingen an Heidi Rössing, Ingrid Waldeck und Lotte Schwab

Kulturelles Erbe pflegen

Erste Preise für ihr herausragendes Engagement erhielten Ingrid Waldeck (li.), Heidi Rössing (re.) und Lotte Schwab (vorne).

Bad Hersfeld. Erinnerungsarbeit leistet Heidi Rössing seit 30 Jahren. Sie kümmert sich um die Überlebenden der jüdischen Gemeinde Niederaula, aber auch um die Archivierung und Dokumentation von Unterlagen. Damit dieser Teil unserer Geschichte nicht im Verborgenen bleibt, veröffentlicht Heidi Rössing die Ergebnisse ihrer Arbeit regelmäßig, „auch wenn manche sagen, es müsste endlich mal Schluss sein“, erzählt sie.

Heidi Rössing erhielt ebenso wie Ingrid Waldeck einen ersten Merci-Preis für ihr ehrenamtliches Engagement. Ingrid Waldeck hat sich nicht nur den Erhalt von Denkmälern auf ihre Fahnen geschrieben, ihr geht es auch um Brauchtum und Kulturgeschichte. Dafür setzt sie sich seit 20 Jahren als Mitglied (davon 18 Jahre als Vorsitzende) des Denkmalbeirats im Kreis ein. Seit neun Jahren ist sie Vorsitzende des Hersfelder Geschichtsvereins und hat oder hatte zudem eine Fülle anderer Ehrenämter inne.

Ein dritter erster Preis ging an Lotte Schwab, die, obwohl selbst im Rollstuhl sitzend, seit 20 Jahren ehrenamtlich in einer Behindertengruppe tätig ist, sie seit vielen Jahren sogar leitet. Sie organisiert Urlaubsreisen, Freizeitaktivitäten und Fahrdienste für die MS-Gruppe und ist zudem Mitglied im Behindertenbeirat der Stadt Bad Hersfeld.

Ein herzliches Dankeschön und ein Geschenk erhielten außerdem folgende Preisträgerinnen: Helga Döring aus Bebra, die sich seit vielen Jahren für hilfesuchende Menschen einsetzt, unter anderem bei der Bahnhofsmission Bebra; Munice Ercan, die Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund unterstützt und bei Behördengängen begleitet; Elisabeth Höhmann, die seit vielen Jahren beim DRK aktiv ist, bei Blutspendeterminen und Altennachmittagen hilft, eine Gymnastikgruppe leitet und immer hilft, wenn Hilfe gebraucht wird; Christel Iffert aus Bad Hersfeld, seit 1987 Mitglied im Posaunenchor und seit 22 Jahren regelmäßig sonntags Choralbläserin auf dem Turm der Stadtkirche; Julia Klas aus Bad Hersfeld, die sich als Vorsitzende der Eltern-Kind-Gruppe um den Erhalt und das Fortbestehen des privaten Kindergartens „Das Kinderhaus“ kümmert; Kirstin Maaß aus Eitra leitet seit 1993 die Jazztanzgruppe für Bambinis des SC 76 Rotensee, ist Leiterin der Showtanzgruppe und näht deren Kostüme selbst; Maria Neumann ist seit 40 Jahren Übungsleitern beim TV Germania Nentershausen und unterstützt Feierlichkeiten und Vereinsfest tatkräftig; Ruth Ortwein betreut und verwaltet seit neun Jahren die Bücherei in Heinebach; Helga Preuß aus Haunetal ist als Küsterin und „Mädchen für alles“ in der Kirchengemeinde Wehrda tätig und besucht alte und kranke Menschen; Inge Probst ist ebenfalls seit vielen Jahren im Turnverein Germania Nentershausen aktiv, wo sie erst die Mutter-Kind-Gruppe und heute die Seniorinnen-Gymnastik betreut; Thea Reinhardt aus Gerterode engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr in Gerterode; Edith Riemenschneider aus Baumbach engagiert sich seit vielen Jahren stark in der Kirchengemeinde, unter anderem als Kirchenvorsteherin, Lektorin und Kirchenputzerin; Brigitte von der Stein aus Friedewald hat Zeit für Menschen, die zur Bahnhofsmission kommen; Marion Zeilinger-Rös aus Willingshain ist an der Grundschule Kirchheim aktiv, unter anderem als Vorsitzende des Schulelternbeirats und des Fördervereins; Waltraud Zell ist seit vielen Jahren ehrenamtliche Unterstützerin des TSV Reilos. Unter anderem bereitet sie Essen für die Fußballer vor und besucht Menschen, die nicht mehr zu den Veranstaltungen kommen können.

Von Christine Zacharias

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