Tiere von allen Kontinenten 

Küsschen für die Tiger im Circus Probst

Raubkatzenbändiger: Tom Dieck Junior präsentiert dem Publikum in Bad Hersfeld eindrucksvolle Raubkatzen. Die Tiere sind nur einer von vielen Programmpunkten beim „Circus Probst“. Foto: Morrison

Bad Hersfeld. Nachdem das Licht im Zelt des „Circus Probst“ gedämmt ist und die Band aufspielt, preschen auch schon ein Kamel, ein Dromedar und ein Pferd in die Manege. So eröffnet Stephanie Probst am Donnerstag die Galapremiere des „Circus Probst“ in Bad Hersfeld.

Den Zuschauern wird in der zweistündigen Vorführung ein bunter Mix aus akrobatischer Leistung, Comedy und tierischen Darbietungen präsentiert. Für Schmunzeln und Gelächter sorgen die vielseitigen Clowns Vladimir Stoliarov und Jim Bim.

Frech und betrunken

Stoliarov, Absolvent der Moskauer Artistenschule, schlüpft immer wieder in unterschiedliche Rollen. So dürfen zum Beispiel zwei Freiwillige für seine Mal-Eskapaden herhalten, sehr zur Schadenfreude des Publikums. Auch zwischen Aufbauarbeiten begeistert er vor allem die Kinder im Publikum. Der Moldawier Sergiu Mosanu mimt den frechen, immer betrunkenen „Jim Bim“, der unfreiwillig zum Artisten am Trampolin wird.

Die Chinesin He Juan jongliert auf dem Einrad – am Ende balanciert sie dabei mit Vasen auf einem Ball.

Ein Höhepunkt der Show ist der Kubaner Utnier Aquino. Am Schwungseil und an einem sechs Meter hohen Masten zeigt er eine dynamische Einlage, bei der er über den Köpfen des Publikums ohne Sicherheitsnetz Saltos zeigt. Zudem schwebt er wie die kubanische Fahne am Mast.

Direktor Reinhard Probst führt Tiere aus fünf Kontinenten durch die Manege. Australische Emus springen über Kamelrücken und Afrikanische Watussirinder präsentieren ihre riesigen Hörner.

Während der Pause kann das Publikum die Tiere begutachten und streicheln. Mit Ausnahme der Löwen, Tiger und Liger (eine Kreuzung zwischen Löwen und Tigern), die mit Tierlehrer Tom Dieck jr. Kunststücke vorführen. Zum Abschied gibt es dann auch ein Küsschen für die Tiger.

Die „Schlangenfrau“ Zhao Lingyu zeigt, wie biegsam der menschliche Körper sein kann, und wie man sich auch mit sechs brennenden Kerzenhaltern bewegen kann.

Kopfüber auf dem Einrad

Den Abschluss setzt dann Ren Yanan auf dem Schlappseil, wo er Hand- und Kopfstände präsentiert, sowie kopfüber auf einem Einrad fährt.

Die Artisten wurden am Donnerstag mit viel Applaus verabschiedet, im Anschluss konnten die Kinder noch auf den Pferden und Ponys reiten.

Im Vorfeld wurden einige der Plakate des Zirkus mit Aufklebern, die Vorstellungen würden ausfallen, überklebt. Familie Probst weist darauf hin, dass dies nicht stimmt, alle Vorstellungen finden statt. Noch bis Sonntag spielt der Zirkus in Bad Hersfeld auf .

Am Samstag um 16 und 19.30 Uhr, am Sonntag um 11 und 16 Uhr. Tickets gibt es an der Circuskasse .

Preise: Kinder 1. Platz 14 Euro, Sperrsitz 20 Euro, Loge 28 Euro. Erwachsene: 1. Platz 16 Euro, Sperrsitz 24 Euro, Loge 30 Euro. Ermäßigt: 1. Platz 12 Euro, Sperrsitz 18 Euro, Loge 25 Euro.

Informationen: www.circus-probst.de

Von Max Morrison

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