Vernissage und Ausstellung „Zeit.Los!“ an der Modellschule Obersberg

Künstlerisch anspruchsvoll

„Zeit.Los!“ heißt die Ausstellung, die der Kunst-Leistungskurs des Abiturjahrgangs noch bis zum 3. Juli in den Räumen der Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld zeigt.

bad hersfeld. Noch bis zum 3. Juli zeigt der Fachbereich Kunst der Modellschule Obersberg (MSO), künstlerische Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Gymnasialen Oberstufe. Die gut besuchte Vernissage firmierte jetzt unter dem Motto: „Zeit.Los!“.

Der veranstaltende Kunst-Leistungskurs des Abiturjahrgangs hat, wie Kunsterzieher Rainer Nieselt in seiner Eröffnungsrede hervorhob, diesen Titel mit Blick auf die Zeitlosigkeit „guter“ Kunst gewählt, wollte aber auch die eigene Situation des Abschlusses eines alten und Beginns eines neuen Zeitabschnitts thematisieren.

Mitmach-Angebote

Ein einfallsreiches Rahmenprogramm mit Mitmach-Angeboten für die Besucher der Vernissage spielte in vielfältiger und witziger Weise auf Aspekte des Themas an: eine kollektive entstandene 8 Meter lange Kritzelzeichnung stellte sich als „Zeitspeicher“ heraus, ein zeitversetzt wiedergegebenes Videobild vom Betrachter regte die Frage nach dem Erleben von Zeit an. Bei einer Tombola konnte man „Anti-Aging-Creme“ gewinnen, Häppchen und Sekt wurden als „Fast-Food“ von Serviererinnen auf Inlinern oder als „Slow-Food“ auf einer alten Modell-Eisenbahn serviert. Begleitend spielte eine Power-Point-Präsentation Bilder und Textzitate zum Thema Zeit auf einer Leinwand ein.

Amelie May stimmte als Solistin mit meditativen klassischen und experimentellen zeitgenössischen Cello-Suiten die Besucher auf die abwechslungsreiche Ausstellung ein. Gezeigt werden höchst unterschiedliche und anspruchsvolle künstlerische Arbeiten: Fotoarbeiten, Werbeanzeigen, Gemälde in Öl, Acryl und Aquarell. Es werden Installationen als Ergebnisse „ästhetischer Forschung“ zu unterschiedlichen Themen wie Märchen, Jeans, Schlaraffenland oder zu einem Computerspiel präsentiert. Ein Raum wird beherrscht von sehr unterschiedlichen und sehr ausgereiften Architekturmodellen, außerdem gibt es klassische und expressive Porträtbüsten in gebranntem Ton sowie beunruhigende Objektkunst zu sehen.

Eine Sonderrolle während dieser Ausstellung spielt eine Installation des Künstlers Tobias Dostal, der als „Ehemaliger“ ebenfalls an der Ausstellung teilnimmt: in einem überlebensgroßem Pop-Up wird in einer Videoprojektion mit Endlosschleife auf Buster Keaton angespielt. (red)

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