Raumordnungsverfahren läuft noch bis zum 10. Februar

K+S: Keine Alternative für Salzleitung zur Oberweser

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Bad Hersfeld. 200 Millionen Euro soll die 140 Kilometer lange K+S-Ergänzungsfernleitung zur Oberweser kosten. Durch die Stahlleitung möchte K+S ab 2022 seine an den Werra-Produktionsstätten anfallenden Rückstände pumpen.

Doch der Weg bis dahin wird steinig. Am 11. Januar wurden die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren öffentlich ausgelegt. Noch bis zum 10. Februar können sie in den Rathäusern der von der geplanten Leitung betroffenen Kommunen eingesehen werden. Bei uns sind das Philippsthal, Hohenroda, Friedewald, Schenklengsfeld, Bad Hersfeld, Ludwigsau und Alheim. Das Ludwigsauaer Parlament hatte bereits Widerstand gegen die Leitung angekündigt.

Da sowohl das Raumordnungsverfahren als auch später das Planfestellungsverfahren die Beteiligung der Öffentlichkeit beinhalten, könnte es zu Verzögerungen kommen. Auch die von der künftigen Pipeline neben Hessen betroffenen Bundesländer Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben teilweise größere Bedenken gegen das K+S-Projekt. Sie fordern neben der Reduzierung der Salzfracht über den vorgelegten Vier-Phasen-Plan (wir berichteten mehrfach) hinaus weitere Entsorgungsschritte - wie das Einstapeln von Salzabwasser unter Tage. „Auch niedrigere Grenzwerte für die Oberweser ab 2021 sind im Gespräch, wodurch es zu nicht gewünschten Produktionsdrosselungen bei K+S kommen könnte“, erklärt Jörg Willecke, Leiter der Kommunikation Fernleitung bei K+S.

Die Leitung wird benötigt, da K+S Ende 2021 keine Lauge mehr versenken darf. Auch die Werra steht ab 2022 nur noch eingeschränkt zur Verfügung, weil der Grenzwert von 2500 Milligramm Chlorid pro Liter am Pegel Gerstungen auf 1700 abgesenkt wird.

„Wir setzen auf die Fernleitung, da es rational dazu keine Alternative gibt. Das ist der Schlüssel. Wir müssen aber noch durch viel Gestrüpp hindurch“, erklärt K+S-Pressesprecher Ulrich Göbel.

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