Neuer Umschlagplatz in Bebra entstand in Kooperation mit K+S

Krug setzt auf Schiene – und auf Partnerschaft

Bebra. Nach nur acht Monaten Bauzeit ist im Bebraer Industriegebiet nahe der Bundesstraße 83 eine Halle mit 7800 Quadratmetern Fläche entstanden – so groß wie ein Fußballfeld. Das hochmoderne Logistikzentrum der Firma Krug (Heinebach) ist zu Jahresbeginn in Betrieb gegangen.

Bis zu 160 000 Tonnen Mineraldünger, so das ehrgeizige Jahresziel, sollen dort umgeschlagen werden, erklärte Ulrich Till, Geschäftsführer der Heinebacher Spedition, bei der offiziellen Einweihung der Anlage. Es ist nicht allein das Ziel des Speditionsunternehmens, sondern auch der K + S Aktiengesellschaft (Kassel). Sie ist Auftraggeber des acht Millionen Euro schweren Projekts, das nur 296 Tage nach dem ersten Spatenstich in Betrieb ging.

Der größte Teil der Salze und Düngemittel, die K + S herstellt, wird auf der Schiene angeliefert. Der Gleisanschluss wurde eigens reaktiviert. Nur Futtermittel werden wegen der strengeren Auflagen per Laster nach Bebra transportiert, erläuterte Ulrich Till. Steffen Brill, bei K + S zuständig für die Optimierung der Logistik, ergänzte: „Zum ersten Mal ist Bebra für uns ein Zielbahnhof.“

In der Halle sowie drei jeweils 28 Meter hohen Silotürmen wird das Gut umgeschlagen. Es wird in Plastiksäcke verschiedener Größe verpackt – die mächtigsten, sogenannte Big Bags, fassen bis zu einer Tonne. 6500 Tonnen Salze und Dünge- sowie Futtermittel lagern derzeit in der Halle, 20 000 Tonnen wurden im ersten Vierteljahr des Betriebs bereits umgeschlagen, also an den Verladerampen auf Lastwagen geladen.

Der Clou des Ganzen ist die Vernetzung der beiden Unternehmen. Welcher Auftrag gerade wie bearbeitet wird, welcher als Nächstes ansteht – beide Firmen schauen sich fortwährend in die Karten. K + S bestimmt im Moment, in dem die Ware verpackt ist, wie diese zu etikettieren ist.

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Von Rainer Henkel

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