Gunter Grimm: Das Programm kommt zu spät

CDU kritisiert „Festspieltheater“

Bad Hersfeld. Auch die CDU-Fraktion zeigt sich erstaunt, dass bis heute kein Programm für die Festspiele 2014 vorlag. Zudem kann sie die Position der Kollegen von SPD und Grünen zum Thema nicht nachvollziehen.

„Die Bad Hersfelder Festspiele 2013 haben mit einem Defizit von 345 000 Euro abgeschlossen“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Gunter Grimm. „Durch die Intendanz gar nicht und von der SPD/Grünen-Fraktion nur hinter vorgehaltener Hand wird eingeräumt, dass dieses Defizit zusätzlich zum berechneten Fehlbetrag, abgedeckt durch Spenden und Zuweisungen, entstanden ist.“

Auch im Vergleich zu anderen Festspielstätten in Hessen seien die Festspiele hinsichtlich der Besucherzahlen auf den dritten Rang abgerutscht.

„Zuweisungen verdoppelt“

„Die Zuweisungen an die Festspiele haben sich, wenn man den Festspielhaushalt von Elke Hesse mit dem von Holk Freytag vergleicht, geradezu verdoppelt. Und mit welchem Ergebnis?“, fragt Grimm weiter: „Es gibt verschiedene veränderbare Parameter, mit denen Einfluss auf die Besucherzahl, die unbestritten mit der Qualität der Inszenierungen in Zusammenhang steht, Einfluss zu nehmen. Der entscheidende Punkt aber ist das Festspielprogramm!“ Auch wenn sich das Kaufverhalten der Festspielbesucher geändert habe, seien die Karten, die bis zum Weihnachtsfest veräußert werden, Schlüsseleinnahmen bei der Finanzierung der Festspiele.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende meint deshalb: „ Der Festspielplan für das kommende Jahr muss auch umsetzbar sein. Als Stichwort möchte ich nur Werbung und Vermarktung nennen. Bürgermeister Fehling mahnt zu Recht den Festspielplan für 2014 an. In der 60-jährigen Geschichte der Festspiele ist das Programm immer frühzeitiger vorgestellt worden.“

Zu SPD und Grünen schreibt Gunter Grimm: „Herrn Wennemuth ist der Dienstvertrag des Intendanten bekannt. Dieser enthält Pflichten und Rechte. Ich setzte voraus, dass er die Pflicht zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Magistrat beziehungsweise den städtischen Gremien, die Loyalität gegenüber seinem Arbeitgeber, Absprache und zeitgerechte Vorlage des Spielplans beinhaltet. Vor dem Hintergrund der SPD-Mitgliedschaft des Herrn Freytag hat wohl Herr Wennemuth dieses völlig ausgeblendet. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die SPD und damit Herr Wennemuth Wahrnehmungsprobleme haben.“ (red/nm)

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