Helmut Heiderich widerspricht Nemnich

Kritik an Meinung der Verkehrswacht

Hersfeld-rotenburg. „Wer behauptet, das alte Punktesystem in Flensburg sei überschaubarer als das neue Fahreignungsregister, hat sich offenbar nicht ausreichend informiert“, stellt der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich (CDU) fest und widerspricht damit dem Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg, Rainer Nemnich.

Statt bisher sieben Stufen und 18 Gesamtpunkten soll es zukünftig nur noch zwei Stufen bei Verstößen gegen die Verkehrssicherheit und sieben Gesamtpunkte geben. Dabei sei ein Gesamt-Punktestand von eins bis drei noch vergleichbar mit der Ampelfarbe „Grün“, bei vier bis fünf Punkten mit „Gelb“ und bei sechs bis sieben Punkten springe die Ampel auf „Rot“.

Wer dann noch nicht verkehrsgerecht fahre, dem werde beim nächsten Punkt die Fahrerlaubnis entzogen. Wenn das nicht übersichtlicher sei als bisher, so Heiderich, dann lägen alle Fachleute, die dies gefordert und mitentwickelt hätten, falsch.

Zudem sei das „Fahreignungsregister“ ja kein Bestrafungssystem – Geldbußen und Fahrverbote ordneten ja weiterhin die Richter an – sondern solle die Unbelehrbaren von der Straße fern halten. Deshalb sollten nur noch Taten erfasst werden, welche die Verkehrssicherheit gefährdeten. „Insbesondere wird es für Verkehrs-Rowdys zukünftig keine Gelegenheit mehr geben, die Punkte "weg zu schulen"“, betont Heiderich.

Wie bisher bleibe es bei mehr als 20 Stundenkilometer Geschwindigkeitsüberschreitung bei einem Punkt. Der wiege jedoch deutlich schwerer als früher. Bei mehr als 30 km/h über Soll seien bereits zwei Punkte fällig. Damit würden gerade notorische Raser schnell an die Grenze ihres Kontos gelangen. „Dreimal beim Rasen erwischt und die Ampel steht auf Rot“, so schnell ging das bisher nicht, erläutert Heiderich das neue System.

Schneller zur Vernunft

„Insgesamt wollen wir die kleineren Verstöße nicht mehr erfassen, Diejenigen, welche die Verkehrssicherheit gefährden, aber schneller zur Vernunft bringen.“ Deshalb habe beispielsweise auch der ADAC die Neuregelung begrüßt.

„Da wir gerade am heutigen Dienstag in Berlin dieses Thema in der Verkehrs-AG der CDU/CSU mit Bundeverkehrsminister Dr. Ramsauer persönlich erörtern, werde ich mal sehen, was er zu der Sondermeinung der hiesigen Kreisverkehrswacht antworten wird“, sagt Heiderich. (red/ks)

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