Kulturausschussvorsitzender nimmt Stellung

Kritik an Fehlings Intendantensuche

Bad Hersfeld. „Die Suche nach einem neuen Intendanten während der laufenden Festspielsaison bringt unnötigerweise Unruhe in das Festspiel-Ensemble und führt zwangsläufig zu einem schlechteren Kartenverkauf zum Festspielende.“ Dies erklärte der SPD-Stadtverordnete und Ausschussvorsitzende für Bildung und Kultur Dr. Thomas Handke im Hinblick auf die Initiative von Bürgermeister Thomas Fehling, einen neuen Intendanten zu suchen (unsere Zeitung berichtete).

Darüber hinaus gäbe es es einen städtischen Gremienbeschluss, nachdem eine Intendanten-Findungsgruppe diese Gespräche mitführen sollte. „Dies ist ein Alleingang des Bürgermeisters“, so Dr. Handke weiter. Die diesjährigen Inszenierungen unter der Intendanz von Holk Freytag weisen seiner Ansicht nach insgesamt eine hohe künstlerische Qualität auf, was die überregionalen Festspiel-Kritiken bestätigen. Auch über die Bad Hersfelder Parteigrenzen hinweg würde diese Einschätzung im wesentlichen geteilt, ist sich der Stadtpolitiker sicher. „Nicht zuletzt wurden die Festspiele durch den Besuch von Bundespräsidente Joachim Gauck und seines österreichischen Amtskollegen Dr. Fischer Anfang Juli „geadelt“, schreibt Handke in einer Pressemitteilung. Die Präsidenten seien voll des Lobes für die gelungene Inszenierung von „Maria Stuart“ durch Indendant Freytag gewesen.

Kein Stiftung

Bürgermeister Fehlings Vorschlag, die Festspiele aus der städtischen Verantwortung zu nehmen und in einen Wirtschaftsbetrieb oder eine Stiftung zu überführen, erteilte Handke eine Absage. Für eine Stiftung zum Beispiel, die den Festspielbetrieb voll betreiben würde, bräuchte man Millionen Euro als Einstiegskapital, was die Stadt natürlich nicht aufbringen könne.

Bei allen möglichen Betriebsformen sei, so Handke abschließend, eines unumstösslich: Die Politik könne nur die Rahmenbedingungen vorgeben, die künstlerischen Freiheiten müssen bestehen bleiben. (red/ks)

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