Weihnachtsfeier von TLT-Turbo in der Forschungs- und Entwicklungshalle

Die Krise schafft sie nicht

Los Bertramos live: Florian Ehrlich, Johannes Trümner, Markus Nierula, Udo Jung und Ralph Mansius (von links) auf der Bühne der Forschungs- und Entwicklungshalle von TLT. Foto: Eyert

BAD HERSFELD. Vorweihnachtliche Betriebsfeiern von TLT-Turbo haben regelmäßig Eventcharakter. Was sich in diesem Jahr in der Forschungs-und Entwicklungshalle am Seilerweg abspielte, übertraf jedoch alles bisher dagewesene.

Erstmals in der Geschichte des Hersfelder Erfolgsunternehmens brachte eine betriebseigene Band den Saal zum Brodeln. An den Instrumenten und Mikrofonen saß das gesamte personelle Portfolio von TLT. Udo Jung, Geschäftsbereichsleiter Gebäude- und Tunnelventilatoren, schmachtete Hits von Paul Simon und Art Garfunkel mit rauchiger Stimme ins Mikro, Markus Nierula vom Produktmanagement drohte bei seiner ausdrucksvollen Mimik und Gestik zum Gesang fast die Genickstarre und Johannes Trümner, im Arbeitsleben Vertriebsleiter für Gebäudeventilatoren, ließ seine Finger mit rasender Geschwindigkeit über die Saiten seiner roten akustischen Gitarre huschen.

Flotteste Rhythmen

An Drums und Percussions sorgten Ralf Mansius, Vertriebsleiter für Industrieventilatoren, und Florian Ehrlich vom Einkauf für flotteste Rhythmen.

Im Programm hatten „Los Bertramos“, so der eigenwillige Name der Band, Hits wie „Stand by me“, „Knocking on heavens door“, „Mrs. Robinson“, „Über den Wolken“ und nicht zuletzt Marius Müller-Westernhagens Ode an den Whisky „Jonny Walker“. Dessen Text hatten „Los Bertamos“ umgedichtet an ein Bekenntnis zu ihrem Unternehmen, das in dem Vers „Die Krise schafft uns nicht“ gipfelte.

Am Anfang schien die TLT-Belegschaft noch unsicher zu sein, ob ihnen vielleicht eine Playback-Show drohte. Ungläubigkeit spiegelte sich in den Gesichtern. Auch die Geschäftsführer Rainer Redinger und Hartmut Brandau schienen nicht so recht fassen zu können, was sich da direkt vor ihren Augen auf der Bühne einer Arbeitshalle abspielte. Stehende Ovationen, Zugaberufe und Begeisterung pur verwandelten den kühlen Zweckbau zunehmend in den Konzertsaal einer Kultband.

Im Vorprogramm verzichteten Brandau und Redinger weitgehend auf Zahlen. Beide beließen es bei einem offenen Dank an die Belegschaft, die sich ihrem Arbeitgeber ohnehin besonders verbunden fühlt. Brandau erinnerte an den Umzug in die neuen Grenzebach-Hallen am Petersberg und sprach von einem klaren Bekenntnis zum Standort Bad Hersfeld. Mit Hillo-Wilfried Markert verabschiedeten die TLTler einen altverdienten Kämpen aus dem Vertrieb in den Ruhesstand.

Nach dem Überraschungskonzert und vor dem großen Essen stellte Hartmut Brandau angesichts der Begeisterung in der Halle die Frage an die Organisatoren der Weihnachtsfeier, die alle im Saal bewegte: „Wie wollt ihr das noch toppen?“

Von Friedhelm Eyert

Kommentare