Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 2009 Rückgang um 6,8 Prozent

Krise bremst den Immobilienmarkt

Hersfeld-rotenburg. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich auch auf den Immobilienmarkt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ausgewirkt. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der abgeschlossenen Grundstücksverträge im Vergleich zu 2008 um 6,8 Prozent auf 1127. Der Kaufpreis aller dieser Transaktionen ging sogar um 43,5 Prozent auf 84,2 Millionen Euro zurück.

Dies ergibt sich aus dem Immobilienmarktbericht 2010, den jetzt das auch für unseren Landkreis zuständige Amt für Bodenmanagement in Homberg/Efze vorlegte. Bei einem Pressegespräch in der Geschäftsstelle Bad Hersfeld erklärten die Mit-Autoren des Berichts, Andreas Hammer und Oliver Leitsch, dass die Statistiken zwar einen Trend erkennen ließen, aber differenziert zu betrachten seien. In den Zahlen sind nämlich erst seit 2008 auch die Daten der Stadt Bad Hersfeld enthalten, die sich bis dahin eine eigene Erfassung geleistet hatte.

Unter diesem Vorbehalt zeigt der Bericht, dass die Preise für Ein- und Zweifamilienhäusern in den vergangenen vier Jahren in Waldhessen relativ stabil geblieben sind. Auch die Grundstücksgrößen und Wohnflächen haben sich in diesem Zeitraum nur marginal verändert. Der durchschnittliche Kaufpreis lag demnach knapp unter 100 000 Euro, der typische Bauplatz war etwas über 900 Quadratmeter groß, die Wohnfläche lag bei nahezu 150 Quadratmetern.

Der Bericht zeigt allerdings regionale Unterschiede auf: Während der Durchschnittspreis für Ein- und Zweifamilienwohnhäuser im „Speckgürtel“ von Kassel bei 150 000 Euro liegt, beträgt er in der Gemeinde Cornberg gerade einmal 57 000 Euro. Die Stadt Rotenburg liegt mit einem Durchschnittswert von 125 000 Euro in dieser Statistik vor Bad Hersfeld (120 000 Euro), Spitzenreiter im Kreis ist Ronshausen mit 130 000 Euro. zum tage, Hintergrund

Von Karl Schönholtz

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