Land soll zu Flüchtlingsunterkünften informieren

Kreistag fordert ein Sicherheitskonzept

Rotenburg / Kirchheim. In vier Wochen sollen die ersten Asylbewerber in die Alheimer-Kaserne in Rotenburg einziehen. Nun fordert der Kreistag Hersfeld-Rotenburg, dass das Land Hessen ein Sicherheitskonzept für die geplante Erstaufnahmeeinrichtung vorlegt – und auch für die Unterkunft in Kirchheim.

Dort sind im Motel seit fast einem Jahr 300 Flüchtlinge in einer Außenstelle der Erstaufnahme Gießen untergebracht. In Rotenburg sollen zunächst 600, ab kommendem Frühjahr dann 900 Menschen unterkommen. Das werfe Fragen der Betreuung, aber auch der Sicherheit auf, auf die der Kreistag einstimmig bei einer Enthaltung vom Land Hessen Antworten verlangt.

„Wir sind uns unserer Verantwortung für eine menschenwürdige Unterbringung bewusst“, sagte Timo Lübeck (CDU). Aber das Land solle spätestens bei der Bürgerversammlung am 16. Juli sagen, wie es die polizeiliche Sicherheit, den Brandschutz, aber auch eine sinnvolle Beschäftigung der Flüchtlinge sicherstellen will. Damit die Einrichtungen vor Ort akzeptiert werde, müsse man die Sorgen der Menschen ernst nehmen.

Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch (SPD) schlägt regelmäßige Gespräche aller beteiligten Institutionen vor, um Probleme besprechen zu können: „Es braucht niemand Angst zu haben vor den Menschen, aber man muss im Gespräch bleiben.“ (mcj)

Kommentare