Land will Stunden für Verbindungslehrer kürzen

Kreisschülerrat in Sorge um Mitsprache

Hersfeld-Rotenburg. Erschwerte Bedingungen für die Arbeit aller Schülervertretungen befürchtet der Kreisschülerrat. Das hessische Kultusministerium plane, die Deputatsstunden der Verbindungslehrer um die Hälfte zu kürzen. Für ihre Beratung der Schülervertretungen wird den Verbindungslehrern eine Stunde auf ihre Pflichtstundenzahl angerechnet, erläutern Leonie Zilch und Anja Mathes vom Kreisschülerrat. Diese Stunde nenne man Deputatsstunde.

Auf die Beratung und Unterstützung der Verbindungslehrerinnen und -lehrer seien, so Zilch, die Schülervertretungen jedoch angewiesen. Gerade jüngeren Schülerinnen und Schülern fehle oft noch der Über- und Durchblick, zum Beispiel bei rechtlichen Fragen. Verbindungslehrer würden ohnehin in der Regel mehr Stunden in ihr Engagement für die Schülervertretungen investieren, als sie Entlastung erhielten. Fiele auch die Deputatsstunde noch weg, werde die Bereitschaft der Lehrer ein solches Amt zu übernehmen noch geringer werden, fürchtet Anja Mathes.

„Will uns das Kultusministerium etwa unser Mitsprachrecht nehmen?“, fragt sich der Kreisschülerrat. Der Vorstand des Kreisschülerrates unterstützt deshalb eine Aktion der Landesschülervertretung, die eine Protesterklärung an alle Schulen schicken will und ruft hiermit alle Schülerinnen und Schüler im Kreis auf, diese Erklärung zu unterschreiben. (zac)

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