692 Menschen im Kreis starben an Herzinfarkt oder Schlaganfall

Kreislauferkrankungen häufigste Todesursache

Dr. Eckard Auel

Hersfeld-Rotenburg. Überdurchschnittlich viele Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg – fast 43 Prozent, also 692 Personen – starben 2008 an Krankheiten des Kreislaufsystems. Das ergibt sich aus den neuesten vorliegenden Zahlen des Statistischen Landesamtes Hessen.

Die häufigsten Diagnosen: Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck. Insgesamt 1615 Menschen verstarben 2008 im Kreis. Ihr durchschnittliches Sterbealter lag bei 77,3 Jahren.

In ganz Hessen schieden rund 60 000 Menschen dahin. 40 Prozent von ihnen starben ebenfalls an Herzkreislauferkrankungen. Die zweithäufigste Todesursache waren Krebserkrankungen. Über ein Viertel der verstorbenen in Hessen war betroffen. Im Landkreis waren es mit 24,7 Prozent etwas weniger Betroffene als im Landesdurchschnitt. In Land und Kreis liegen Krankheiten des Atmungssystems, wie das Lungenemphysem, auf dem dritten Platz, Platz 4 nehmen Krankheiten des Verdauungssystems ein.

Dr. Eckart Auel, Facharzt für Allgemeinmedizin in Bad Hersfeld, überrascht das Ergebnis der Statistik nicht. Erkrankungen des Kreislaufsystems seien eine Wohlstandskrankheit unserer Zeit. „Insbesondere hoher Blutdruck kann letztlich zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen“, sagt der Arzt.

Auel weiß, wie Bluthochdruck in den meisten Fällen entsteht: „Ein Hauptfaktor ist sicherlich Übergewicht. Durch Fehlernährung und mangelnde Bewegung kommt es dazu“, erklärt der Mediziner. Aber auch das Rauchen sei ein Risikofaktor, der Kreislauferkrankungen maßgeblich fördere, ebenso wie der Stress im Alltag. Foto: Archiv/Trebing Zum Tage

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Von Dorothea Backovic

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