Landrat legt Haushaltsplan vor: Defizit sinkt auf 1,85 Millionen Euro

Kreishaushalt profitiert von guter Konjunktur

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Hersfeld-Rotenburg. Die Finanzen des Kreises Hersfeld-Rotenburg profitieren von der allgemein guten Wirtschaftslage in Deutschland. Die steigenden Steuereinnahmen und die positive Entwicklung bei den Schlüsselzuweisungen aus dem kommunalen Finanzausgleich schlagen jetzt mit zeitlicher Verzögerung positiv im Kreishaushalt zu Buche.

In dem vom Kreisausschuss einstimmig beschlossenen Haushaltsentwurf von Landrat Dr. Karl Ernst Schmidt stehen daher Gesamtaufwendungen von 167,7 Millionen Euro Gesamterträgen von 165,8 Millionen Euro gegenüber. Es bleibt ein Fehlbedarf von rund 1,85 Millionen Euro. „Wir befinden uns auf einem guten Weg hin zu einem ausgeglichenen Haushalt, den wir spätestens 2015 erreichen wollen“, sagt der Landrat gestern bei der Einbringung des Haushalts im Kreistag. Nachdem bereits im Haushalt 2013 der Fehlbedarf um 1,1 Millionen Euro reduziert wurde, könne im Haushaltsentwurf 2014 der Fehlbedarf nochmals um fast 3,9 Millionen Euro abgebaut werden, erklärte Schmidt.

Dennoch deckten die Erträge aus der Kreis- und Schulumlage, die unverändert 55,5 Prozent betragen soll, sowie den Schlüsselzuweisungen nur knapp 57 Prozent der Aufwendungen. Allerdings erhält der Kreis rund 1,7 Millionen Euro vom Bund für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, der ab 2014 die Kosten komplett übernimmt.

Der größte Ausgabenblock machen weiterhin die Transferzahlungen, wie etwa Sozialleistungen, mit 72,4 Millionen Euro, das entspricht 44 Prozent, aus. Zusätzliche Belastungen für den Kreishaushalt ergeben sich zudem auch aus dem verstärkten Zustrom von Asylsuchenden, deren Zahl seit 2011 kontinuierlich steigt.

Dennoch ist der Landrat optimistisch, die Konsolidierung des Haushalts fortsetzen zu können. Für das Jahr 2015 zeichne sich erstmals ein ausgeglichener Haushalt ab, für 2016 sogar ein Überschuss, wenn die gute Wirtschaftsentwicklung anhält. (kai)

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