Modellschule macht’s vor – Klinikum soll folgen

Kreisausschuss prüft Kinderbetreuung

bad hersfeld. Bei der Diskussion um eine mögliche Betreuung von Kindern des Personals am Klinikum oder in anderen Behörden und Unternehmen, schlugen die Wogen im Kreistag hoch.

„Wir können nicht in Konkurrenz zu den Kommunen treten und auch nicht über deren Köpfe hinweg entscheiden. Außerdem lehnen wir Betriebskindergärten beim Landkreis und am Krankenhaus ab“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Fehr. Es könne zudem nicht sein, dass für die Mittagsverpflegung an Schulen plötzlich kein Geld mehr da sei, wohl aber für die Betreuung der Kinder im Landratsamt und am Klinikum. „Was dazu wohl der Regierungspräsident sagen wird?“, fragte Fehr in die Runde.

Den Antrag zur Kinderbetreuung hatte die CDU gestellt. CDU-Fraktionsvorsitzender Herbert Höttl verdeutlichte, dass es seiner Partei nicht darum gehe, eine Konkurrenzsituation zu den gemeindlichen oder städtischen Kindergärten aufzubauen. Als bestes Beispiel für ein Zusatzangebot in der Kinderbetreuung nannte er die Modellschule Obersberg. Dort werden mittlerweile acht Kinder von zwei Tagesmüttern betreut, die über den Landkreis vermittelt wurden.

Funktioniert sehr gut

„Das funktioniert bei uns seit August dieses Jahres sehr gut und sollte auch am Krankenhaus eingeführt werden“, findet der stellvertretende MSO-Schulleiter Karsten Backhaus.

Nach hitzigen Wortgefechten wurde Kreisausschuss vom Kreistag schließlich einstimmig aufgefordert, zu überprüfen ob die Kinderbetreuung auch für die Mitglieder der Kreisverwaltung und anderer im Landkreis ansässiger Behörden und Unternehmen umsetzbar ist.

Über das Resultat soll der Ausschuss für Arbeit, Jugend und Soziales in Kenntnis gesetzt werden.

Von Mario Reymond

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