Einwohnerverlust trifft Kommunen unterschiedlich hart

Kreis verliert in sechs Monaten ein Dorf

Hersfeld-Rotenburg. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg 264 Einwohner verloren. Das geht aus den neuesten Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor.

121 969 Männer und Frauen lebten am 31. Juni 2011 im Landkreis. Der Bevölkerungsverlust entspricht somit einem minus von etwa 0,22 Prozent. So viele Bewohner, wie in einem ganzen Dorf von der Größe des Rotenburger Stadtteils Erkshausen oder des Schenklengsfelder Ortsteils Wüstfeld sind damit verschwunden.

Der Grund dafür liegt in der niedrigen Geburtenrate. 448 Geburten wurden im ersten Halbjahr des Jahres 2011 registriert. Dem stehen 676 Verstorbene gegenüber.

Die Bevölkerungszahl sinkt außerdem, weil mehr Menschen weg- als zuziehen. Insgesamt 2731 Einwohner wanderten ab, nur 2695 kamen aus anderen Landkreisen.

Von den sinkenden Bevölkerungszahlen sind die Städte und Gemeinden unterschiedlich stark betroffen. So hat die Kreisstadt Bad Hersfeld in der ersten Jahreshälfte 2011 25 Einwohner hinzugewonnen. Auch in den Gemeinden Philippsthal (plus 22), Breitenbach am Herzberg (plus zwölf), Alheim (plus sieben), Niederaula (plus sechs) und Wildeck (plus vier) ist die Bevölkerungszahl angestiegen. Lediglich in Wildeck und Alheim wurden jedoch mehr Kinder geboren, als Einwohner starben.

Den größten Verlust verzeichnet Bebra. Die Biberstadt verlor insgesamt 155 Einwohner und somit 1,14 Prozent der gesamten Stadtbevölkerung. Schenklengsfeld (minus 30 Einwohner), Hauneck (minus 29), Friedewald (minus 27) und Heringen (minus 26) verloren Einwohner, jedoch weniger als ein Prozent ihrer Bevölkerung. Auch die anderen nordhessischen Landkreise sind vom Bevölkerungsverlust betroffen. Der gesamte Regierungsbezirk Kassel verlor 2500 Bewohner. (jce)

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