Der Flüchtlingsstrom ist nur schwer kalkulierbar

Kreis sucht dringend weitere Wohnungen

Hersfeld-Rotenburg. Der Fachdienst Migration des Kreises sucht dringend nach Wohnungen und Häusern, um Flüchtlinge dezentral unterbringen zu können. Hauptproblem sind dabei ungewisse Prognosen, wie viele Flüchtlinge überhaupt dem Kreis zugewiesen werden. Sollten – wie von vielen erwartet – rund eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kommen, müsste der Kreis bis zum Jahresende noch etwa 1400 Menschen aufnehmen.

Diese Zahlen nannte der Leiter des Fachdienstes Migration, Frank Hildebrand, bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in Friedlos. Dort sollen ab November 21 Flüchtlinge im Gasthaus Tanner Hof untergebracht werden. Bislang habe der Kreis 73 Wohnungen mit einer Kapazität für 358 Menschen anmieten können, weitere Objekte werden dringend gesucht.

Weil die zuständigen Bundesämter mit der Flut von Asylsuchenden überlastet sind, erfolge die Zuweisung auf die Gemeinden oft ohne Asylantrag und schlecht koordiniert. Der Kreis wird meist erst kurzfristig informiert.

Man setze auf die dezentrale Unterbringung in Wohnungen, weil so die Integration befördert werde, erläuterte Hildebrand. Bei der Verteilung der Flüchtlinge werde auf Geschlecht, Herkunft und Religionszugehörigkeit geachtet. Hildebrandt lobte das große ehrenamtliche Engagement vieler Helfer. (kai) Seite 3

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