13 450 Gewehre und Pistolen sind registriert

Kreis prüft Waffen und Lagerung

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (links) und Michael Gauler, Mitarbeiter der Jagdbehörde, sowie Christian Trost von der Waffenbehörde (rechts) im Landratsamt mit einer Sammlung von abgegebenen Waffen, die inzwischen vernichtet wurden. Foto:  nh

Bad Hersfeld. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es aktuell insgesamt 13 450 registrierte Waffen, verteilt auf 3 200 zugelassene Waffenbesitzer. Das geht aus einer Pressemitteilung des Kreises hervor. Bei den registrierten Waffen handelt es sich um zwei Drittel Langwaffen und um ein Drittel Kurzwaffen. Diese und weitere Daten wie Name, Adresse, Geschlecht und Geburtsdatum der Waffenbesitzer, aber auch Waffen-Modell, Hersteller, Seriennummer und die Waffenkategorie sind für den Landkreis beim neuen „Nationalen Waffenregister (NWR)“ registriert. Diese Bilanz zog jetzt Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt.

Getrennt lagern

Das Waffengesetz war 2009 kurze Zeit nach dem Amoklauf von Winnenden ein weiteres Mal verschärft worden. Waffenbesitzer mussten daraufhin in jedem Falle nachweisen, dass sie ihre Waffen vorschriftsgemäß aufbewahren. Waffenschränke müssen bestimmten Kriterien genügen, Waffen und Munition müssen sicher und in der Regel getrennt gelagert werden.

Die Waffenbehörde des Landkreises hatte nach 2009 alle Waffenbesitzer im Kreis angeschrieben und aufgefordert, diese Vorschriften einzuhalten und entsprechende Nachweise zu erbringen. Seitdem wurde von der Waffenbehörde eine Vielzahl von Waffenbesitzern kontrolliert. In der überwiegenden Zahl entsprach die Lagerung den Vorschriften; bei einigen mussten Nachbesserungen bei der Aufbewahrung der Waffen von den Verantwortlichen gefordert und zeitnah kontrolliert werden.

Erbstücke und Überbleibsel

Im Zuge der Umsetzung des verschärften Waffenrechts meldeten sich auch 650 Waffenbesitzer im Landratsamt und gaben ihre Waffen zur Vernichtung ab oder brachten den Nachweis der Weitergabe oder des Verkaufs an Waffenhändler oder Privatpersonen, die Waffen besitzen dürfen. Etwa 1 100 abgegebene Waffen, insbesondere „Erbstücke“ oder „Überbleibsel aus Kriegstagen“, wurden zur Vernichtung gebracht und eingeschmolzen.

Das Nationale Waffenregister ermöglicht es den Sicherheitsbehörden, schnell auf umfassende Daten zuzugreifen, etwa bei akuten Bedrohungen. (red/tdr)

Kommentare