AOK: Jedes Mitglied war 24 Tage lang krankgeschrieben

Kreis hat die meisten Kranken in Hessen

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Hersfeld-Rotenburg. Der Krankenstand im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Die AOK-Versicherten waren im Durchschnitt 24 Tage lang krankgeschrieben. Mit 6,5 Prozent hatte Waldhessen damit den schlechtesten Wert in Hessen. Das zeigt die Auswertung der Zahlen von Mitgliedern der AOK Hessen. Die Dauer pro Krankheitsfall lag bei 11,5 Kalendertagen. Das teilte AOK-Chef Jürgen Wetzel mit.

Der Landesdurchschnitt liegt bei nur 5,4 Prozent, der Bundesdurchschnitt sogar noch niedriger bei 4,9 Prozent. Laut der Erhebung betrug der Krankenstand im Landkreis im Jahr 2011 noch 6,2 Prozent.

Über neun Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage machten im vergangenen Jahr psychische Erkrankungen aus. Damit hat sich der Anteil im Vergleich zum Jahr 2011 kaum verändert. Die Zahl der Fälle von Arbeitsunfähigkeit wegen psychischer Erkrankungen lag hingegen nur bei 4,4 Prozent. „Dieser Unterschied erklärt sich insbesondere dadurch, dass psychische Erkrankungen in der Regel sehr viel länger andauern als zum Beispiel Erkrankungen des Verdauungsapparates“, erklärt Wetzel.

Den höchsten Krankenstand errechnete die AOK für die Branche Verkehr/Transport mit 7,6 Prozent.

Auf Nachfrage errechnete Ulrich Till, Geschäftsführer der Spedition Krug mit Zentrale in Alheim, einen Krankenstand zwischen fünf und sechs Prozent für die 100 Kraftfahrer, die von Heinebach aus eingesetzt werden. Dennoch war er von der Höhe überrascht. Es zeigte sich, dass fast die Hälfte der Krankheitstage auf lediglich ein Zehntel der Mitarbeiter entfallen. Diese hätten eine schwerwiegende Erkrankung wie einen Unfall oder eine Operation hinter sich. „Das dauert seine Zeit“, sagte Till. Betroffen seien vor allem ältere Kraftfahrer.

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Zum Tage, Seite 2

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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