Auch in diesem Jahr erhöhen einige Kommunen die Hebesätze

Kreis bei Grundsteuer über Hessen-Schnitt

Hersfeld-Rotenburg. Den Grundstückseignern im Kreis werden in diesen Tagen die Bescheide für die Grundsteuern zugestellt. Auch in diesem Jahr erhöhen einige Kommunen ihre Hebesätze noch einmal kräftig. Damit liegen gleich mehrere Städte und Gemeinden aus dem Landkreis in Hessen im oberen Bereich der Steuersätze.

Der Durchschnittswert im Kreis bei der Grundsteuer B ist von 413 im vergangenen Jahr auf aktuell 461 Punkte gestiegen, obwohl die Hälfte der Kommunen die Grundsteuer nicht erhöht hat. Hessenweit lag der Durchschnittswert 2014 bei 348 Prozentpunkten. Spitzenreiter im Kreis ist Rotenburg mit einem Hebesatz von 758 Punkten, dicht gefolgt von der Gemeinde Cornberg, die im Dezember noch auf 700 Punkte anheben musste. Nentershausen und Ronshausen bleiben bei 650 Punkten, Kirchheim bei 600. Sie alle sind Kommunen, die unter den Schutzschirm des Landes geschlüpft sind und somit einen Schuldenabbaupfad vereinbart haben.

Den geringsten Hebesatz bei Grundsteuer A und B hat die Gemeinde Philippsthal mit 275 Punkten. Zum Vergleich: Die Gemeinde Nauheim im Kreis Groß-Gerau hat einen Hebesatz von 960, die Stadt Eschborn von 140 Punkten.

Die Spitzenwerte im Kreis liegen über der Obergrenze, die der Bund der Steuerzahler bei 600 Punkten ziehen möchte – und das auch nur befristet und in besonderen Notlagen. „Wir beobachten mit Sorge, dass 2014 schon im dritten Jahr in Folge die Mehrzahl der hessischen Kommunen zum Mittel der Steuererhöhung gegriffen hat“, heißt es in einer Stellungnahme. Statt Bürger und Betriebe immer stärker zu belasten, sollten zunächst alle Möglichkeiten zu Einsparungen genutzt werden.

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald hält von den Forderungen des Steuerzahlerbundes wenig, weil sie in seinen Augen zu pauschal und somit wenig seriös seien.

Hintergrund, Zum Tage, Seite 2

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