Pro Einwohner jährlich nur rund 356 Kilogramm

Kreis ist führend bei der Müllvermeidung

Hersfeld-Rotenburg. Die Bürger im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind hessenweit führend bei der Vermeidung von Müll. Das hat die Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende des Abfallwirtschafts-Zweckverbands (AZV), Elke Künholz erklärt. Sie bezieht dabei auf die vom Hessischen Umwelt-Ministerium jüngst veröffentlichte Abfallmengenbilanz für das Jahr 2011.

Danach haben die rund 122 000 Einwohner des Landkreises Hersfeld-Rotenburg die wenigsten Abfälle je Einwohner erzeugt – nämlich gerade einmal 356 Kilogramm Siedlungsabfälle. Der hessische Durchschnitt beträgt 478 Kilogramm je Einwohner.

Die Summe aus Hausmüll, Sperrmüll, Bioabfällen, verwertbaren Abfällen und Verpackungen betrug laut Bilanz des Umweltministeriums 2011 für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg insgesamt 43 477 Tonnen. Auf jeden Einwohner kamen damit „nur“ 356 Kilogramm. „In keinem anderen Landkreis in Hessen haben die Bürger weniger Siedlungsabfall entsorgen lassen“, sagt Künholz.

Die 356 Kilogramm Siedlungsabfall pro Bürger im Landkreis Hersfeld-Rotenburg setzen sich zusammen aus:

• 122 Kilogramm Hausmüll,

• 33 Kilogramm Sperrmüll,

• 51 Kilogramm Biomüll und Gartenabfällen,

• 74 Kilogramm verwertbare Abfälle wie Papier, Holz und Metall.

• 75 Kilogramm Verpackungen aus Glas, Papier und Kunststoff.

Künholz betont, dass auch der Haus- und Sperrmüll sortiert und aufbereitet und dann modernen Verbrennungsanlagen zugeführt wird, die neben der Stromerzeugung auch über eine hochwertige Wärmenutzung verfügen. So werde der allermeiste Teil der Abfälle aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg verwertet.

Nachholbedarf bestehe laut Künholz bei der Erfassung der biologischen Abfälle. Der hessische Durchschnitt liegt bei 126 Kilogramm je Einwohner. Da das Hausmüllaufkommen so niedrig ist, sei der Anteil der Eigenkompostierer vermutlich sehr hoch.

Es könne aber auch vermutet werden, dass Gartenabfälle andere Entsorgungswege gehen, die statistisch nicht erfasst werden. Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz schreibt eine intensivere Erfassung biologischer Abfälle vor, um die sich ab 2015 der AZV ebenfalls kümmern wird. (red/kai)

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