Seit gestern strahlen Sonnenbänke mit weniger Leistung

Krebsgefahr: Solarien tauschen Röhren aus

Hersfeld-Rotenburg. Wegen der Hautkrebsgefahr dürfen die Bräunungsgeräte in Sonnenstudios die Stärke der normalen Sonnenstrahlung seit gestern nicht mehr überschreiten. Die Deutsche Krebshilfe weist darauf hin, dass die Röhren in den Sonnenbänken deshalb laut Gesetz ausgetauscht werden müssen.

Die Geräte dürfen jetzt nur noch 0,3 Watt pro Quadratmeter Haut abgeben. Das ist ungefähr so stark wie die Mittagssonne am Äquator.

„Die Solarien sind verpflichtet, die Röhren auszutauschen“, sagt Ralf Zakrezewski, der wie 540 andere Betreiber dem Bundesfachverband für Besonnung angehört. Die Geräte hätten schon seit dem Jahr 2007 eine Wattzahl zwischen 0,314 und 0,45 Watt. Dabei handele es sich um ein Maximum, erklärt Zakrezewski, dem die Sonnenstudios RZ-Wellnes und Sun in Bebra und Fulda gehören. Die Kosten für die Umrüstung hielten sich in Grenzen, denn die Betreiber müssen die Röhren nach einer Betriebszeit zwischen 800 und 1600 Stunden ohnehin auswechseln.

Der notwendige Austausch der Röhren sei den Betreibern der Solarien schon seit zwei Jahren bekannt, sagt die Inhaberin eines Sonnenstudios in Bad Hersfeld. In den neueren Geräten seien diese Röhren auch schon eingebaut. Doch trotz der schwächeren Lichtleistung der Geräte sei geschultes Personal wichtig. „Wir machen immer eine Hauttypenanalyse“, sagt Carolin-Luise Schwinger, Inhaberin des Sonnenstudios in Rotenburg. Gerade in den ersten Wochen mit den neuen Röhren würde sie darauf achten, dass die Kunden zwei Minuten weniger auf der Sonnenbank liegen, denn nach dem Austausch sei die Strahlung anfangs stärker.

Strahlen von der Sonne und vom Solarium könnten die Haut schädigen, sagt Dr. Dr. Hartmut Hanke aus Rotenburg. „Die Gesamtmenge des Lichtes ist entscheidend“, erklärt der Hautarzt. ZUM TAGE,

HINTERGRUND, 2. SEITE

Von Magdalena Dräger

Kommentare