DAK legt Gesundheitsreport vor: Schlafstörungen weit verbreitet

Krankenstand im Kreis am höchsten in Hessen

Hersfeld-Rotenburg. Der Krankenstand in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner liegt mit 4,3 Prozent deutlich über dem hessischen Landesdurchschnitt von 3,5 Prozent. Das geht aus dem jüngsten Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK hervor, der unserer Zeitung vorliegt. Demnach waren in unserer Region von 1000 DAK-Versicherten jeden Tag 43 krankgeschrieben. Die DAK hat rund 360 000 Versicherte in Hessen, die Zahlen gelten daher als empirisch belastbar.

„Wir wissen nicht genau, woher dieser hohe Krankenstand resultiert“, sagte DAK-Chef Harald Schmidt bei der Vorstellung des Reports. Ein Grund könnte die Art der Beschäftigung in unserem Kreis sein, in dem körperlich anstrengende Tätigkeiten, wie der Bergbau, die Logistik- oder die Baubranche, dominieren. „Die Höhe des Krankenstandes zeigt dringenden Handlungsbedarf“, warnt Schmidt, denn gerade kleinere Betriebe würden dadurch stark belastet. Oft brächen deshalb Aufträge weg. Die DAK rät deshalb vor allem zur Prävention.

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DAK-Gesundheitsreport 2010

Ein weiteres beunruhigendes Ergebnis der Studie: Fast jeder zweite Arbeitnehmer in Hessen leidet an Schlafstörungen, die oft durch Stress im Beruf oder durch Ängste ausgelöst werden. Allerdings gehen deshalb nur wenige Patienten zum Arzt. Stattdessen setzten immer mehr Menschen mit Schlafstörungen auf Selbstmedikation. HIntergrund, Kreisseite, Zum Tage

Von Kai A. Struthoff

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