CDU fordert auch runden Tisch im Kreisausschuss

Krankenhäuser stärken Hebammen

Hersfeld-Rotenburg. Die bald steigenden Versicherungsprämien für selbstständige Hebammen erschweren ihnen die Existenzgrundlage. Das Kreiskrankenhaus Rotenburg hat sich deshalb entschlossen, die Prämien für die im Haus tätigen Ammen zu übernehmen. Das Elisabeth-Krankenhaus in Bad Hersfeld beschäftigt ebenfalls Beleg-hebammen. Auch dort hat Verwaltungsleiter Peter Diel die Bereitschaft signalisiert, dass sich das Krankenhaus an den Versicherungskosten beteiligen könnte. Ausdiskutiert sei dies generell aber noch nicht.

Dagegen ist das Klinikum Bad Hersfeld, beziehungsweise deren Hebammen, nicht von der enormen Steigerung der Versicherungsprämien betroffen. „Bei uns sind die Hebammen fest angestellt. Sie werden also generell durch das Krankenhaus mitversichert“, sagt Martin Ködding, Geschäftsführer des Klinikums.

Zusätzlich regt die CDU-Kreistagsfraktion an, einen runden Tisch im Kreisausschuss zu diesem Thema einzurichten. Indem man Lösungen für die Hebammen suche, solle weiterhin eine 24-Stunden-Versorgung für junge Mütter gewährleistet werden. Dafür sind laut des Verbands der freien Hebammen vier bis fünf Vollzeitstellen nötig. „Erfreulich ist, dass für den Bereich des Kreiskrankenhauses Rotenburg teilweise Entwarnung gegeben werden kann“, sagt die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dana Kerst. (jwe)

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