Betriebliches Gesundheitsmanagement wird immer wichtiger

Kranke Mitarbeiter: Firmen im Kreis sorgen vor

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Den richtigen Abstand finden: HKZ-Therapieleiter Ludwig Möller hilft der Auszubildenden Lara Linß, ihren Arbeitsplatz am Schreibtisch so einzurichten, dass sie gesund sitzt.

Hersfeld-Rotenburg. Die Gesundheit der Mitarbeiter spielt für viele Firmen in der Region eine immer wichtigere Rolle. Um Fehlzeiten zu verringern und im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter attraktiv zu sein, haben gerade größere Unternehmen ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert.

Der Erhalt und die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter gehörten zu den zukunftsgerichteten personalpolitischen Schwerpunkten, erklärt Pressesprecherin Yvonne Balduf vom Düngemittelhersteller K+S. Zu den vielfältigen Angeboten der Unternehmen gehören Vorsorgeuntersuchungen, Ernährungsberatung oder kostenlose Rückenschulen, aber auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes nach ergonomischen Standards.

Im Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) treibt Personalleiter Hartwick Oswald das betriebliche Gesundheitsmanagement voran und hat es in das Qualitätsmanagement des HKZ integriert. Er will unter anderem die Auszeichnung „Bester Arbeitgeber der Region“ gewinnen.

Mit dem Gesundheitsmanagement wollen die Firmen auch dem demografischen Wandel begegnen. Ältere Mitarbeiter seien nicht häufiger krank, fallen aber bei Krankheit im Schnitt längere Zeit aus als die jüngeren Kollegen, sagt Dr. Werner Ulrich, Betriebsarzt beim Melsunger Medizintechnikhersteller B. Braun. Vorbeugung und Schaffung eines Gesundheitsbewusstseins stünden deshalb im Fokus. Die Unternehmen müssten auch darauf reagieren, dass psychische Erkrankungen in der Gesellschaft zunehmen, sagt Ulrich.

In vielen Unternehmen sind für das Gesundheitsmanagement eigene Abteilungen entstanden. Sie arbeiten mit Krankenkassen und Berufsgenossenschaften zusammen und kooperieren sogar auch mit Schwimmbädern und Fitnessstudios, wie der Rotenburger Autozulieferer Neumayer Tekfor. (zmy)

Mehr zum Thema lesen Sie in der HZ am Dienstag.

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