Rabbiner Ben-Chorin zu Gast an der Modellschule Obersberg

Kraft der Religionen

Hatten Spaß: Rabbiner D. Tovia Ben-Chorin aus Berlin und Religionslehrer Ulli Brand vom Obersberg. Foto: nh

Bad Hersfeld. Die Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld hatte vor Kurzem hohen Besuch: Rabbiner D. Tovia Ben-Chorin war zu Gast, um vor über einhundert Schülernüber die Kraft der Religionen in unserer heutigen Zeit zu referieren.

Ben-Chorin ist Dozent in Potsdam und Gemeinderabbiner in Berlin. In Jerusalem geboren, blickt er auf Gemeinde- und Vortragstätigkeiten in Israel, England, der Schweiz und in den USA zurück. Schon immer galt er als Vermittler im jüdisch-christlichen Dialog.

Religion hat was zu sagen

Auch in der heutigen, weitgehend von Forschung und Technik bestimmten Welt hätten Religionen etwas zu sagen, so Ben-Chorin in seinem Vortrag. Es gehe in der Religion dabei aber nicht um berechenbare und beweisbare Objektivitäten, sondern eher um Vertrauen und Mitmenschlichkeit, die dem Gegenüber entgegengebracht werde.„Jeder entsteht und jeder lebt erst durch den Anderen“ so Ben-Chorin; Gott habe den Menschen mit einer Lücke erschaffen, die von dem Anderen gefüllt werden müsse.

Tradition bedeutet Nähe

Als liberaler Jude unterschreibe er seine Tradition zwar nicht en bloc, sie sei dennoch seine Heimat. Gott offenbare sich in den verschiedenen Religionen auf unterschiedliche Weise, für ihn persönlich sei es aber die jüdische Tradition mit ihren Festen und Gebräuchen, die ihn Gottes Nähe erfahren lässt.

Nachdem Ben- Chorin noch einige Fragen aus dem Publikum beantwortet hatte wurde er mit herzlichem Applaus bedacht.

Religionslehrer Ulli Brand bedankte sich im Namen der Schule vor allem für die engagierte und anschauliche Weise von Ben-Chorins Vortrag vor der Schülerschaft. (red)

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