Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder profilieren sich weiter als Bio-Energie-Region

Mit der Kraft der Natur

Neuenstein. Unsere Region ist stark – denn in ihr steckt die Kraft der Natur: Holz, Sonne, Wasser, Wind und Biogas. Diese nachhaltigen Energieträger sollen im Interesse des Klimaschutzes in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder effizient zur Energieerzeugung genutzt werden. Dieser Prozess kann ab sofort auch auf einer eigenen Webseite im Internet verfolgt werden, die jetzt freigeschaltet wurde.

Seit acht Monaten sind die beiden Kreise eine von bundesweit 25 Modellregionen, die vom Bundeslandwirtschaftsministerium unter 210 Bewerbern ausgewählt wurden, Vorbilder in Sachen Bioenergie zu werden. „Das bringt uns nicht nur Ehre und Ruhm, sondern auch 400 000 Euro Fördermittel in den nächsten drei Jahren“, erklärt Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin des Zweckverbands Knüllgebiet, der auch das Modellprojekt betreut.

Der neue Internetauftritt ist eines der ersten greifbaren Ergebnisse des Modelprojekts. Die Bad Hersfelder Werbeagentur Ultraviolett hat dazu ein Marketingkonzept erarbeitet und den Namen „Naturkraft-Region“ samt Logo entwickelt, um „das Projekt als Marke zu lancieren“, wie Agenturchef Elmar Maria Henrich erläutert.

Auf der neuen Internetseite finden sich viele Informationen über Bio-Energie, die weiteren Vorhaben, sowie Kontakte und Projektpartner. Dazu gehören unter anderen auch die landwirtschaftliche Forschungseinrichtung „Eichhof“ in Bad Hersfeld oder Hessenforst.

Ein zweites Projekt ist die Ausbildung von „Energiefüchsen“, die von der Jugendwerkstatt in Felsberg geleitet wird. Ziel ist es, rund 100 Energiefüchsen Grundkenntnisse in Sachen Klimaschutz, Stromeinsparungen, Heizung oder Wärmeisolation beizubringen. „Die Energiefüchse sollen als Vermittler zu Vereinen, Verbänden oder Schulen fungieren“, erklärt Inge Pröve von der Jugendwerkstatt.

Ein erster Kurs hat in Felsberg stattgefunden, die Teilnehmer waren zwischen 30 und 63 Jahre alt. Leider sei nur eine Frau dabei gewesen, bedauert Pröve, dabei sei Energiesparung auch durchaus ein Frauenthema. Der nächste Kurs findet im Februar an der Jacob-Grimm-Schule in Rotenburg teil.

Für den Vorsitzenden des Zweckverbands Knüll, Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann, ist der Titel Bioenergieregion auch eine Auszeichnung für die Arbeit auf dem Gebiet der nachhaltigen kommunalen Entwicklung. So würden in Schwalm-Eder inzwischen zunehmend Holz-Pellet-Heizungen installiert. „Der Zweckverband bildet dabei eine Klammer für beide Kreise und ist seit 40 Jahren Kern aller Entwicklungen“, sagte Kaufmann bevor er gemeinsam mit der 1. Kreisbeigeordneten des Kreises Hersfeld-Rotenburg den Internetauftritt freischaltete.

Die geballte Naturkraft der Region soll demnächst auch auf den Energie- und Klimatagen in Bad Hersfeld demonstriert werden. Am 8. Februar soll zudem eine Naturkraft-Agentur als Verein gegründet werden, dem alle Akteure, Kommunen und Unternehmen beitreten können – getreu dem Motto: Gemeinsam sind wir stark, mit der Kraft der Natur.

†  www.naturkraft-Region.de

Von Kai A. Struthoff

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