Pflegeaufwand soll verringert werden

Korrekturen im Bad Hersfelder Kurpark

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Schön, aber teuer: Der Kurpark Bad Hersfeld soll künftig einfacher zu pflegen und damit billiger in der Unterhaltung sein. Ein entsprechender Planunsgauftrag wurde jetzt vergeben. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Die Pflege des Bad Hersfelder Kurparks soll künftig einfacher und damit billiger werden. Einen Planungsauftrag erteilte jetzt die zuständige Betriebskommission für den Kurbetrieb.

Vorausgegangen war ein Auftrag an Kurdirektor Christian Mayer, den immensen Pflegebedarf für den preisgekrönten Kurpark zu reduzieren. Während die grundsätzliche Entscheidung zu den Einsparungen im Wirtschaftsplan des Kurbetriebs seinerzeit mit breiter Mehrheit gefasst wurde, zeigte sich bei der konkreten Umsetzung nun erheblicher Diskussionsbedarf.

Es sind sich dabei alle Entscheidungsträger einig, dass der Kurpark wesentlich zum positiven Außenbild Bad Hersfelds beiträgt und ein „Alleinstellungsmerkmal“ für die Stadt bedeutet, mit dem sich Bad Hersfeld von anderen Kommunen unterscheide.

Doch angesichts der Pflegekosten von über 200 000 Euro pro Jahr für den 7 Hektar großen Park sollten jetzt Lösungen für eine Reduzierung entwickelt werden. Ziel ist es, den einzigartigen Charakter des Kurparkes und seine hohe Attraktivität beizubehalten.

In Kooperation mit den Architekten des Büros Wette & Küneke aus Göttingen, die als Landschaftsplaner den Park 2007 entworfen haben, werden nun konkrete Vorschläge erarbeitet. Es sollen ausgewählte Flächen im Kurpark so gestaltet werden, dass der Pflegeaufwand künftig geringer wird und dabei der Charme der Parkanlage nicht leidet.

Überalteter Brunnen

Zudem muss der Bereich vor der Stadthalle erneuert werden, da die Brunnentechnik und das Brunnenbecken defekt beziehungsweise überaltert sind.

Die Planung wird in enger Abstimmung mit der Technischen Verwaltung der Stadt und den zuständigen Gärtnerinnen und Gärtnern erfolgen, die schon konkrete Vorschläge ausgearbeitet haben.

Bei einem Ortstermin zeigten sich Wolfgang Wette und Ulrich Küneke begeistert vom Pflegezustand des Kurparks: „Sieben Jahre nach der Erstellung spiegelt die Anlage immer noch den Charakter der ursprünglichen Planungen wider. Dies ist nach diesem langem Zeitraum keinesfalls die Regel.“

Wette sprach ein großes Lob an die Mitarbeiter der städtischen Gartenkolonnen aus und äußerte Verständnis für die Wünsche des Kurbetriebs.

Nach Abschluss der Planungen, die zeitnah vorgenommen werden, sind wieder die Poliker als Entscheidungsträger am Zug. (red/ks)

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